Fallzahlen sinken – und weitere News


Weiterhin abnehmende Fallzahlen bei stationären Patienten

Eine absurde Situation bei den Fallzahlen: In Zürcher Spitälern werden weniger Patienten stationär behandelt. Das ist nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht. Es ist eigentlich eine gute Nachricht: Weniger Menschen mussten letztes Jahr ins Spital. Viele Schweizer Spitäler melden rückläufige Fallzahlen im stationären Bereich. Für die Betriebe selber ist das aber nicht positiv, sondern negativ. Es bedeutet einen schlechteren Geschäftsabschluss. Denn im heutigen Finanzierungssystem mit Fallpauschalen können die Spitäler nur mit der Behandlung von stationären Patienten Gewinne erzielen, insbesondere von zusatzversicherten Patienten. Im ambulanten Bereich, der immer grösser wird, sind die Tarife kaum kostendeckend. Entsprechend tun die Spitäler alles, um möglichst viele Patienten stationär aufzunehmen und die Fallzahlen zu steigern.

Eine absurde Situation. Ursprünglicher Sinn und Zweck eines Krankenhauses ist es, Menschen zu heilen. Und der Sozialstaat sorgt dafür, dass alle die Behandlung erhalten, die sie brauchen, indem er die Finanzierung sicherstellt. Bedürfnisse abdecken: Das ist ein gutes Prinzip. Kompletter Artikel beim Tagesanzeiger zu finden.

Viel Gerangel um Gelder für die Ausbildung an den Universitäten

Werden zu viel Gelder für die Ausbildung abgezapft? Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio hat eine Debatte lanciert, für die Spitäler wie Kantone wenig Verständnis zeigen. Der Bund unterstützt die Universitäten mit über 600 Millionen Franken pro Jahr. Etwa gleich viel Geld fliesst von den Universitäten an die Universitätsspitäler. Das ärgert Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio – nicht zum ersten Mal. «Von den Ressourcen, die wir für die Bildung brauchen, geht viel zu viel in die Ausbildung der Gesundheitsfachleute, insbesondere der Mediziner.»

Das Gesundheitswesen habe eine Sonderstellung, kritisiert Dell’Ambrogio. «In allen Branchen ist es selbstverständlich, dass einen Teil der Anstrengungen für den Nachwuchs selbst zu tragen. Nur bei der Gesundheit wird alles dem Bildungswesen in Rechnung gestellt.»
Spitäler weisen Vorwürfe zurück

Die Spitäler Schweiz und der Verband Schweizer Hochschulmedizin Unimedsuisse wehren sich gegen Dell’Ambrogios Aussagen. Sie seien irreführend, weil die Universitäten und die Unispitäler kantonal geregelt sind. Entsprechend tragen die Universitätskantone einen Grossteil der Kosten. Diesen Aspekt erwähne der Staatssekretär nicht.

Unter den Kantonen ist genau geregelt, wer wem wie viel bezahlt. «Die Finanzflüsse zwischen den Universitäten und den Universitätsspitälern sind jeweils in Verträgen geregelt, die die gegenseitigen Leistungen definieren. Es ist also nicht so, dass hier öffentliche Gelder einfach im Gesundheitswesen versickern», heisst es bei Unimedsuisse.

Dass die medizinischen Ausbildungen zu den teuersten gehören, ist seit Jahren bekannt. Deshalb sind auch die Studienplätze in der Medizin begrenzt. «Aber an den Universitätsspitälern werden nicht nur die zukünftigen Mediziner und Medizinerinnen ausgebildet. Hier kommt Innovation und aktuelle Forschung auch direkt ans Krankenbett», so Unimedsuisse. Das SRF berichtet darüber im vollständigen Artikel.

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