Spitzenplatz in der Zusammenarbeit bei Grundversorger


Spitzenplatz in der Zusammenarbeit bei Grundversorger

Die Schweiz nimmt seit 2010 am internationalen Health Policy Survey der amerikanischen Stiftung «Commonwealth Fund» teil und übernimmt einen Spitzenplatz. Bereits zum 2ten Mal ist die ärztliche Grundversorgung in der Befragung in den Fokus gestellt und international verglichen worden. 

Die Ergebnisse der 2ten Befragung des Commonwealth Funds bei Hausärzten und Pädiater in zehn Ländern ergeben für die Schweiz gleich einen Spitzenplatz. Grundversorger und Kinderärzte werden zwar nebst der ärztlichen Tätigkeit mit einem hohen administrativen Aufwand beschäftigt. Weiter verdeutlichen sie auch den ärztlichen Nachwuchsmangel in der Schweiz – wie in anderen Länder. In der Koordination der Behandlungsbeteiligten schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich am besten ab – mit eindeutig positiven Auswirkungen auf die Patienten aus ärztlicher Sicht.

Eine allgemeine Steigerung der Zufriedenheit der Ärzte in ihrer Tätigkeit trotz hoher Arbeitsbelastung
Die Zufriedenheit der befragten Ärzte mit ihrer beruflichen Tätigkeit stieg im Vergleich zur letzten Befragung im Jahr 2012 leicht an und es herrscht eine positive Einstellung gegenüber dem Schweizer Gesundheitssystem. Auch im internationalen Vergleich sind die Schweizer Ärzte zufrieden in der Ausübung ihrer Tätigkeit. Im Jahr 2015 waren weniger Grundversorger der Meinung, dass grössere Anpassungen im Gesundheitssystem notwendig wären, als noch vor drei Jahren. Der Prozentsatz sank von 49% auf 44%.

Trotz der Abnahme der wöchentlichen Arbeitsstunden liegt die Schweiz in Bezug auf die Abeitsbelastung hinter Deutschland auf dem zweiten Platz im diesem internationalen Vergleich. 60% der Grundversorger arbeiten mehr als 45 Stunden pro Woche. 2012 hatte dieser Prozentsatz noch bei 68% gelegen.

In der Kommunikation mit Patienten ergeben sich positive Ergebnisse, dies auch mit anderen Spezialärzten und den Spitälern
Die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Kinderärzten und den Diensten der Pflege und Hilfe zu Hause belegt die Schweiz im internationalen Vergleich den ersten Rang und damit den Spitzenplatz: Während 74 Prozent der Grundversorgenden in der Schweiz sehr zufrieden sind und die Koordination mit der Pflege zu Hause als leicht oder sehr leicht bezeichnen, liegt der Durchschnitt der anderen Länder bei 38 Prozent. Die Koordination zwischen Grundversorgern und den Spezialärzten funktioniert ebenfalls sehr gut: Beinahe alle Grundversorger (94 Prozent) geben an, dass sie immer oder oft ein Feedback in Form eines Berichtes vom Spezialisten erhalten, woraus sie die relevanten Gesundheitsinformationen entnehmen können.

Bei der Zusammenarbeit mit den Kliniken ergibt sich kein Spitzenplatz. Hier bewegt sich die Schweiz im oberen Mittelfeld: 82 Prozent der Grundversorger erhalten immer oder oft Informationen über Patientenaufenthalte. Diese positiven Ergebnisse zeigen sich auch darin, dass es für Patienten selten zu Problemen wegen schlechter Koordination kommt. Die Schweizer Patienten können sich im internationalen Vergleich über sehr kurze Wartezeiten erfreuen. Die Schweiz nimmt auch hier 2015 die führende Position ein. Auch die Verfügbarkeit der Grundversorger ist gut, obwohl seit 2012 sinkende Trends zu verzeichnen sind. 2015 können 78% (2012: 86%) der ärztlichen Grundversorger noch neue Patienten aufnehmen und 54% (2012: 62%) der Patienten mit Bedarf an einer kurzfristigen Konsultation kann diese auch angeboten werden. Für die Patienten bedeutet dies, dass ihnen im internationalen Vergleich am seltensten Probleme wegen mangelnder Koordination der Behandlungsbeteiligten widerfahren. Auch unnötige Testwiederholungen wegen nicht vorliegender Resultate aus früheren Untersuchungen treten in der Schweiz am seltensten auf.

Die ärztlichen Grundversorger zeigen sich im Allgemeinen eher skeptisch gegenüber neuen, aktuell diskutierten Instrumenten (z.B. Disease Management, Case Management) zur Verbesserung der Zusammenarbeit. 2015 haben 65% diesbezüglich drei oder mehr Vorbehalte geäussert. Diese Skepsis gegenüber den neuen Instrumenten dürfte bestimmt auch an der grossen Zufriedenheit der Grundversorger mit der jetzigen Situation und der guten Position im internationalen Vergleich liegen. Die Grundversorger sehen bei den hohen Kosten die grösste Problematik.

 

 

Certificate of good standing – Unbedenklichkeitsbescheinigung


Sie möchten das Anerkennungsverfahren für die Diplomregistrierung in der Schweiz starten und es wird ein Certificate of good standing – Unbedenklichkeitsbescheinigung verlangt. Nun stellen sich vermutlich erste Fragen.

Certificate of good standing – Unbedenklichkeitsbescheinigung

Was ist das für ein Zertifikat? Warum muss ich so ein Zertifikat einreichen? Und wo bekomme ich das eigentlich her? Wen kann ich um Hilfe bitten?

Wir haben es aufgrund eines Beispiels mitbegleitet und erfahren, welcher administrative Aufwand dahintersteckt. Aus diesem Grund wollen wir hier gerne unsere Erfahrungen teilen.

In unserem Fallbeispiel kommt der Kandidat aus einem Drittstaat – er ist keine EU-Bürgerin. Er hat seine Ausbildung im Ausland erworben und hat danach einige Jahre in Deutschland gearbeitet. Dort hat er sein Diplom als Krankenpfleger / Krankenschwester anerkennen lassen. Während der Zeit in Deutschland hat er eine Schweizerin geheiratet und ist in die Schweiz gezogen. Hier beantragte er nun die SRK-Anerkennung als Pflegefachfrau. Das Schweizerische Rote Kreuz verlangt nun im Rahmen des Anerkennungsprozesses ein „Certificate of good standing“.

Das «Certificate of good standing» ist nichts anderes als eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zur Anerkennung im Ausland. Die Bescheinigung wird von der Behörde ausgestellt, in deren Bezirk die letzte Arbeitsstelle war oder ist. Sprich, war die letzte Arbeitsstelle zum Beispiel im Breisgau, dann ist der zuständige Regierungsbezirk Freiburg. Das bedeutet im ersten Schritt ist zu beachten, zu welchem Regierungsbezirk der letzte Arbeitsort gehört. Ist der Bezirk klar, findet sich im Internet die zuständige Behördeadresse und hier kann man erfahren welche Unterlagen und Informationen für die Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung benötigt werden.

Im obigen Fall benötigt die Behörde (Regierungsbezirk Freiburg) zur Erstellung des Certificate of good standing – Unbedenklichkeitsbescheinigung folgende Unterlagen und Informationen:

  • Ein deutsches, polizeiliches Führungszeugnis im Original (nicht älter als 3 Monate). Sollte sich der Wohnsitz nicht in Deutschland befinden, kann das Anforderungsformular für das deutsche Führungszeugnis auch direkt online beim Bundesjustizamt heruntergeladen werden -> https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Ausland/Antrag/FAQ_node.html#faq5504896
  • Eine Arbeitsbescheinigung des letzten Arbeitgebers im Regierungsbezirk – dies kann auch die Kopie eines Zwischen- oder Abschlusszeugnisses sein.
  • Eine Kopie der Berufsurkunde(falls die Ausbildung nicht im Regierungsbezirk Freiburg gemacht wurde, muss diese Kopie beglaubigt sein) und eine Kopie des Ausbildungszeugnisses.
  • Falls die Ausbildung nicht in Deutschland absolviert, sondern die Urkunde im Zuge eines Anerkennungsverfahrens erhalten wurde, so muss darauf hingewiesen werden, in welchem Land die ursprüngliche Ausbildung absolviert wurde und mit einer beglaubigten Kopie der Anerkennungsurkunde eingereicht werden.
  • Bei Namensänderungen muss ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden (Kopie Heiratsurkunde, Kopie Ausweis o.ä.)
  • Ausserdem müssen die kompletten Kontaktdaten (Adresse und Telefonnummer) für eventuelle Rückfragen und die korrekte Zustellung der Bescheinigung angegeben werden.

Aber Achtung, in Freiburg gibt es einen Sonderfall für die Anerkennung in der Schweiz! Sollte er den Berufsabschluss beim Schweizerischen Roten Kreuz anerkennen lassen wollen, gibt es zwei Ausnahmen, bei denen das SRK auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung verzichtet:

  • Sie leben und arbeitest bereits mehr als 5 Jahre oder länger in der Schweiz
  • oder der Berufsabschluss ist erst innerhalb der letzten 6 Monate erlangt worden

Ncahfragen beim Regierungsbezirk in Deutschland ob eine Zusammenarbeit / Vereinbarung mit dem schweizerischen roten Kreuz besteht lohnt sich.

Unsere aktuellen Erfahrungen 2020 zeigen, dass nun auch Bürger aus EU-Staaten, die in einem EU-Land ihre Ausbildung absolviert haben ein «Certificate of good standing» beschaffen müssen. Zuvor waren es fast ausschliesslich Bürger aus Drittstaaten, von denen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung verlangt wurde.

Certificate of good standing – Unbedenklichkeitsbescheinigung Schweiz

Ärztewitze


Ärztewitze – lustige Scherze aus der Medizinwelt

Ein Versuch den medizinischen Alltag mit Ärztewitze etwas aufzumischen.

Ärztewitze

Ein Mann beim Arzt: „Herr Doktor, wie werde ich sicher 100 Jahre alt?“ Arzt: „Rauchen Sie?“ Patient: „Nein“ Arzt: „Trinken Sie?“ Patient: „Nein“ Arzt: „Sind Sie die ganze Nacht am feiern?“ Patient: „Nein“ Arzt: „Haben Sie viele Frauen?“ Patient: „Nein“ Arzt: „Und warum wollen Sie dann 100 Jahre alt werden?“.

Kommt ein Mann zum Augenarzt und nimmt im Behandlungszimmer die Brille ab.
„Na“, sagt der Doktor freundlich, „wo fehlt’s denn? Ist die alte nicht mehr scharf genug?“
„Das geht Sie gar nichts an“, sagt der Mann, „ich brauche eine neue Brille!“

Ein Mann zum Arzt: «Können Sie meinen Ausschlag behandeln?»
Arzt: «Da müssen wir operieren.»
Der Mann überrascht: «Hmm, da hätte ich gerne noch eine zweite Meinung.»
Arzt: «Okay, Ihre Frisur ist auch altmodisch.»

Herr Doktor, ich habe ein grosses Gerstenkorn. Was soll ich dagegen machen?» – «Behalten Sie’s auf jeden Fall im Auge!»

Die Oma geht zum Arzt und sagt: „Herr Doktor, Sie müssen mir das Treppensteigen wieder erlauben. Dieses ewige rauf und runter an der Dachrinne macht mich fix und fertig!“

ambulant vor stationär


Ambulant vor stationär ist ein Zauberwort

Dies schreibt jüngst das Badener Tagblatt. Es soll mithelfen, die enorme Steigerung der Gesundheitskosten einzudämmen. Seit 1. Januar 2019 gilt eine Liste des Bundes mit sechs Eingriffen, die möglichst ambulant vor stationär erfolgen sollen. Mehrere Kantone, auch der Aargau, haben inzwischen weitergehende Listen. Die Aargauer Regierung erhofft sich jährliche Einsparungen von 5 Millionen Franken, und von jährlich einer Million Franken mehr. Dies, weil ambulante Eingriffe deutlich günstiger sind.

amublant vor stationär – Einzelfall ist entscheidend

Klar ist aber, und das muss unbedingt so bleiben: Ärztinnen und Ärzte entscheiden in jedem Einzelfall selbst, ob der Eingriff ambulant richtig ist, oder ob er im Interesse des Patienten stationär erfolgen muss. Trotzdem braucht es den Druck der Politik, da die Leistungserbringer für stationäre Eingriffe viel besser entschädigt werden.

Dass die Kantone ambulant vor stationär vorantreiben und damit dem Bund vorangehen, ist verständlich, zumal die Patienten ja auch nur so lange wie nötig im Spital sein wollen. Darum ist es richtig, dass der Aargau das Urteil gegen seine 13er-Liste weiterzieht. Nur so entsteht rasch Klarheit und Rechtssicherheit.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Die Regierung des Kantons Aargau beschäftigt sich derzeit mit einem Urteil

Die Kantonsregierung will an ihrer Liste mit dreizehn medizinischen Eingriffen / Untersuchungen festhalten, die ambulant statt stationär erfolgen sollen. Sie hofft, das Bundesgericht kippe einen anderslautenden Entscheid des Verwaltungsgerichts. Der Regierungsrat akzeptiert den Entscheid des Aargauer Verwaltungsgerichts nicht und zieht das Urteil gegen die Spitalverordnung ans Bundesgericht weiter. Das Verwaltungsgericht hatte den Kanton im Dezember zurückgepfiffen. Darum geht es: Die Regierung hat mit Gültigkeit ab 1. Januar 2018 in der Spitalverordnung 13 Behandlungen und Untersuchungen festgehalten, die in Aargauer Spitälern grundsätzlich ambulant durchgeführt werden sollen.

Zwei Privatpersonen rügten vor Gericht die Unvereinbarkeit der kantonalen Bestimmungen mit diversen Bestimmungen im Krankenversicherungsgesetz (KVG). Das Gericht gab ihnen recht und hob die Bestimmungen auf. Damit existieren keine kantonalen Vorschriften mehr zur Umsetzung des Grundsatzes «ambulant vor stationär», schrieb das Gericht. Die Regierung beantragte dem Bundesgericht aufschiebende Wirkung für den Weiterzug des Verwaltungsgerichtsurteils. Dies mit dem Ziel, dass die Liste bis zum Entscheid des Bundesgerichts in Kraft bleibt.
Diesen vollständigen Artikel finden Sie hier. Und ein weiterer Blogeintrag zum Thema abnehmende Fallzahlen bei stationären Patienten ist im Blog zu finden.

… und schön, der Artikel führt z.B. im LinkedIn bereits zu Diskussionen (zu finden hier).

Verwaltungskosten der Krankenversicherungen steigen tendenziell


Verwaltungskosten der Krankenversicherungen unterscheiden sich massiv

Der Tagesanzeiger hat zu den Verwaltungskosten der Krankenversicherungen einen Vergleich publiziert. Bei der Helsana zum Beispiel wird es von Jahr zu Jahr teurer. 2015 lagen die Verwaltungskosten noch bei 201 Franken, 2016 waren es bereits 219 Franken. Der Verwaltungskostenanteil stieg in den vergangenen drei Jahren von 4,5 auf 5,4 Prozent. Nur einige sehr kleine Kassen wie Ingenbohl, Klug oder Kolping und die mittelgrosse EGK haben noch höhere Verwaltungskosten pro Versicherten. Dass es auch Senkungen geben kann, deklariert eine andere grosse Krankenkasse, die CSS.

Dass ausgerechnet die Verwaltungskosten der Krankenversicherungen steigen und dies überwiegend bei den Grossen sei eigenartig, sagt Krankenkassenexperte Felix Schneuwly vom Vergleichsdienst Comparis. «Die grössten Kassen müssten einen deutlichen Kostenvorteil haben. Offenbar schöpfen sie die Möglichkeiten der Digitalisierung noch nicht durchgehend aus.» Sparmöglichkeiten sieht Schneuwly bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Rechnungskontrolle und der Analyse der Leistungsdaten. «Da liegt noch extrem viel drin», sagt er.

Dass man die Kosten in den Griff kriegen kann, zeigen die CSS und die Groupe Mutuel. Sie haben es in den letzten fünf Jahren geschafft, ihren Verwaltungskostenanteil deutlich zu senken. «Wir haben uns eine rigide Verwaltungskostenkur verordnet», sagt CSS-Chefin Philomena Colatrella. Dabei drosselte sie die Zahl der Mitarbeitenden, obwohl die Versichertenzahl stieg. Sie kürzte die Budgets für Werbung und Sponsoring. Und sie investierte in die Automatisierung der Leistungsabrechnungen und Betreibungen. Dadurch kann das höhere Rechnungsvolumen mit einem leicht tieferen Personalbestand bewältigt werden.

Abschliessend meint der Krankenversicherungsexperte, Felix Schneuwly von Compari: Doch damit machten es sich die Krankenkassen zu einfach. «Sie können nicht nur mit dem Finger auf die anderen zeigen, sondern müssen auch bei sich haushälterisch mit dem Geld umgehen. Für die Prämienzahler zählt jedes Prozent Einsparung – egal, wo es erzielt wird.»

Den vollständigen Artikel zum Vergleich der Verwaltungskosten der Krankenversicherungen finden Sie beim Tagesanzeiger oder auch hier direkt.

Gehalt leitende Ärzte


Gehalt leitende Ärzte – wieviel verdienen leitende Ärzte

Gehaltsansätze und Gehaltsvergleiche haben uns schon oft beschäftigt. Nachdem das Thema „Gehalt leitende Ärzte“ zu Beginn 2018 in der Presse mit verschiedenen Aussagen erneut weiter befeuert wurde, setzten auch wir uns erneut mit dem Thema Einkommen der Ärzte auseinander. Sie finden den entsprechenden Beitrag zum Thema Chefarzt Gehalt hier.

https://www.kantonsrat.zh.ch/Dokumente/D104c477b-c3f4-4e2c-a2e3-21bc8fb1a053/R18093.pdf#View=Fit

Gehalt leitende Ärzte und Chefärzte in Zürich

In einem Vorstoss im Frühjahr 2018 verlangten nun Zürcher Kantonsräte von der Regierung Antworten zur Ausgestaltung der Gehälter von leitenden Ärzten im Kanton. Darauf sind die Löhne der Chefärzte und leitenden Ärzte in Zürich aus den öffentlichen Spitäler transparenter offen gelegt worden. Die Spitzeneinkommen geben weiter zu reden.

Das Gehalt setzt sich aus einem Grundlohn und zusätzlichen Honoraren, Diensten und Boni zusammen. Der Grundlohn stützt sich in öffentlichen Spitäler auf das kantonale Personalrecht. Oberärzte und Oberärztinnen verdienen dabei zwischen 111’000 und 212’000. Das Einkommen von leitenden Ärzten beläuft sich in einer Spanne von 145’000 bis 227’000 Franken. Chefärzte erzielen ein Grundgehalt zwischen 167’000 und 256’000 Franken. Diese Spannbreiten sind damit bereits ziemlich hoch.

Noch grösser werden die Unterschiede wenn man die flexiblen Lohnbestandteile / Honorarbezüge im Kanton Zürich betrachtet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die weiteren Lohnbestandteile die zum Grundgehalt dazukommen können.

Gehalt leitende Ärzte

Einen weiteren Beitrag zum Thema „Gehalt Arzt, was verdient man in der Schweiz“ gibt ergänzend eine Übersicht über Einkommen von Fach- und Oberärzten in den unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten.

Spitalschliessungen


Warum es gut ist, Spitalschliessungen zu thematisieren

Die NZZ hat die Diskussion um aktuelle Spitalschliessungen in einem Artikel aufgenommen, daraus ein Auszug.
Seit 2012 stehen die Spitäler in einem verstärkten Wettbewerb zueinander. Damals wurde in der Schweiz die neue Spitalfinanzierung eingeführt. Stationäre Behandlungen werden seither mit einer Fallpauschale vergütet, und die Patienten haben die freie Spitalwahl. Aus den Erträgen der Fallpauschalen müssen die Spitäler auch ihre Investitionen finanzieren, Defizite werden nicht mehr einfach am Jahresende von der öffentlichen Hand übernommen. Damit wird auch schnell klar, welche Häuser effizient arbeiten und welche nicht. Und diese Fallzahlen sind stetig am sinken.

Unfaire Subventionen

So weit jedenfalls die Theorie. In der Praxis suchen Kantone und Gemeinden nach Schlupflöchern, um ihre Spitäler gut aussehen zu lassen. So hat die Stadt Zürich jüngst ihren beiden Spitälern, die tief in den roten Zahlen stecken, die Zinsen gesenkt. Ein beliebtes Mittel sind auch die sogenannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Diese Subventionen sollen eigentlich Leistungen decken, welche die Krankenhäuser im Sinn der Allgemeinheit erbringen, die aber nicht oder zu schlecht abgegolten sind, beispielsweise die Ausbildung von Assistenzärzten.

Um ihre eigenen Spitäler zu stützen, legen einige Kantone die Sache indes sehr breit aus. Das zeigen Zahlen der Denkfabrik Avenir Suisse: So hat der Kanton Genf 2015 seine Spitäler mit 947 Franken pro Einwohner subventioniert (insgesamt 460 Millionen Franken). Im Kanton Zürich dagegen, der ebenfalls Standort eines Universitätsspitals ist, waren es nur 116 Franken pro Einwohner, also nicht einmal ein Achtel davon.

Ist ein Spital schlecht ausgelastet, ist der Druck gross, eine Untersuchung mehr als nötig zu machen oder gar einmal auch zu operieren, auch wenn eine schonende Behandlung sinnvoller wäre. Was eigentlich aber viel mehr zu reden geben sollte, sind die gewaltigen Defizite. Sie sind die Folge einer verfehlten Politik, die Spitäler am Leben hält, die schlicht nicht wirtschaftlich zu betreiben sind. Und das ist freilich nicht nur ein St. Galler Problem. In der ganzen Schweiz gibt es zu viele Spitäler – welche Spitalschliessungen werden anstehen?. 94 Prozent der Bevölkerung erreichen von ihrer Wohngemeinde aus innert 15 Autominuten das nächste Spital. Das ist ein enormer Luxus, denn immerhin geben wir jährlich fast 30 Milliarden Franken für Spitalbehandlungen aus.

Den vollständigen Artikel über die Gedanken zu Spitalschliessungen finden Sie online bei der Neuen Zürcher Zeitung.

Tafel Spital - Spitalschliessungen

Informationen schweizerisches Gesundheitssystem März 2018


Informationen schweizerisches Gesundheitssystem – März 2018

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen aus dem schweizerischen Gesundheitssystem,  zusammengetragen im März 2018

Ärzte verschicken Röntgenbilder per Whatsapp

Ärzte verschicken über Whatsapp Röntgenbilder, fragen nach einer Zweitmeinung oder diskutieren den Therapieablauf. Das sorgt für Kritik. Im Umgang mit medizinischen Daten müsse besonders Wert auf die Datensicherheit gelegt werden, sagt Datenschützer Bruno Baeriswyl.

Whatsapp ist der Messenger-King schlechthin: Über eine Milliarde Menschen nutzen die App weltweit. Auch Ärzte chatten damit – und zwar nicht nur privat.

Whatsapp wird im Gesundheitsbereich auch dienstlich eingesetzt. Etwa um bei einem Kollegen eine Zweitmeinung einzuholen, wichtige Informationen schnell weiterzugeben oder um Therapiemöglichkeiten zu diskutieren.

Wie verbreitet Messenger-Apps im Spitalwesen sind, zeigt eine Studie der britischen National Health Services. Über ein Drittel der vom staatlichen Gesundheitsdienst befragten Spitalärzte gab an, Nachrichten-Apps für den Austausch von Gesundheitsdaten zu nutzen. Sie würden Kollegen beispielsweise Fotos von Wunden oder Röntgenbilder für eine Zweitmeinung schicken.

Den vollständigen Artikel finden Sie bei Informationen Oltener Tagblatt

Daran kranken klinische Informationssysteme

Klinische Informationssysteme sind aus dem Arbeitsalltag an den Schweizer Spitälern nicht mehr wegzudenken. Eine Vielzahl von Herstellern und Lösungen tummelt sich auf dem Schweizer Markt. Ebenso gross wie ihre Versprechungen sind die Herausforderungen.

Wo in Spitälern Daten anfallen, kommen Klinische Informationssysteme (KIS) zum Einsatz. Von der Leistungserfassung über die Dokumentation von Medizin und Pflege bis hin zur Einsatzplanung bilden immer mehr Spitäler ihre Arbeitsprozesse digital ab. Doch was auf den ersten Blick nach einem grossen Digitalisierungsschub klingt, offenbart bei genauerer Betrachtung einige Baustellen. Viele KIS seien nicht ausgereift, die Bedürfnisse von Ärzteschaft und Pflege würden bei der Einführung zu wenig berücksichtigt und die Software könne die Prozesse einer Klinik nur schlecht abbilden, lautet die Meinung von Experten und Nutzern. Zudem liessen sich die Systeme nicht über Spital-, Kantons- oder Sprachgrenzen hinweg vernetzen.

Die Folge: KIS würden häufig ausgewechselt, die Unzufriedenheit sei hoch. Dies zeige sich vor allem in der grossen Zahl von Ausschreibungen in dem Bereich, schrieb die Beratungsfirma PWC jüngst in einer Analyse. Auch bei der Zukunftssicherheit der KIS sehe es düster aus. «Die meisten aktuell im Einsatz stehenden Systeme sind technologisch veraltet und bieten wenig bis keine Möglichkeiten, moderne Technologien sinnvoll und gewinnbringend einzubinden», geben die Autoren zu bedenken. Gleichzeitig wachse der Druck auf die Spitalinformatik durch die Digitalisierung stark. Damit steigen auch die Anforderungen an die KIS und ihre Anwender. Gesamter Artikel: Informationen netzwoche

Informationen schweizerisches Gesundheitssystem Dezember 2017


Informationen schweizerisches Gesundheitssystem – 12.2017

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen aus dem schweizerischen Gesundheitssystem,  zusammengetragen im Dezember 2017

Spitalschliessungen im Kanton Zürich ?

Über 1,4 Milliarden Franken: So viel gibt der Kanton Zürich heute für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aus. Und wenn die Prognosen stimmen, so wird dieser Betrag bis 2021 um weitere 200 Millionen wachsen. Die Kosten zu senken, werde kaum möglich sein, sagte Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger am Donnerstag an einer Medienkonferenz. Gleichwohl müsse man aber nach Möglichkeiten suchen, um den Anstieg wenigstens einzudämmen, «die Belastung der Bevölkerung ist hoch». Der Kanton sei in den vergangenen Jahren freilich nicht untätig geblieben. Um aber auch noch Impulse von aussen zu erhalten, hat die Gesundheitsdirektion eine Studie in Auftrag gegeben, die Sparpotenzial aufzeigen und konkrete Massnahmen vorschlagen soll. Die Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) liegt nun vor.

Die Autoren haben einen Katalog von 28 Massnahmen auf ihr Sparpotenzial und ihre Umsetzbarkeit für den Kanton Zürich untersucht. Darunter sind Vorschläge wie die Rationierung von Leistungen, Zulassungsbeschränkungen für Ärzte oder auch Tarifanpassungen. Längst nicht alle erachten die Autoren als tauglich. Fünf Massnahmen empfehlen sie dem Kanton aber zur Umsetzung: 1. Medizinische Behandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich verlagern. 2. Vorschriften lockern zum Beispiel bei Baunormen, Denkmalschutz oder Arbeitsrecht. 3. Die Zahl der Spitäler auf der Spitalliste reduzieren. 4. Globalbudgets für Listenspitäler einführen. 5. Die Prämienverbilligung reduzieren.

Vollständiger Beitrag der NZZ: https://www.nzz.ch/zuerich/studie-empfiehlt-spitalschliessungen-im-kanton-zuerich-ld.1339361

Notfallnummer – kein Anschluss unter dieser Nummer

In den Augen brennt es ihr. Sie tränen. Und mittlerweile glühen auch ihre Ohren. Zum dritten Mal hat Kati Biellmann* eben versucht, den Ärztlichen Notfalldienst des Spitals Emmental telefonisch zu erreichen. Dazu hatte ihr die Zentrale des Spitals Burgdorf geraten. Doch Biellmann wird auch ein viertes Mal an der 0900er-Nummer scheitern.

Nicht weil niemand dran geht, sondern weil ihr eine Stimme ab Band jedes Mal zu Antwort gibt: «Dieser Anschluss ist für die gewünschte Verkehrsbeziehung gesperrt.» Egal, ob sie es mit ihrem Prepaid-Handy, dem Prepaid- sowie dem Geschäftshandy ihres Mannes oder über den Festnetzanschluss via VoIP-Technologie probiert.
Damit nur die Notfälle im Notfall landen

Dabei wären die Ärzte-Hotlines eine gute Sache. Die richtige Adresse, wenn es sich nicht um einen lebensbedrohlichen Notfall handelt (dann unbedingt 144 wählen!) oder sich kein unmittelbarer Termin beim Hausarzt finden lässt.

Ganzer Artikel: https://www.beobachter.ch/konsum/dienstleistungen/spitaler-kein-anschluss-unter-dieser-notfallnummer

 

Informationen schweizerisches Gesundheitssystem Oktober 2017


Informationen schweizerisches Gesundheitssystem – 10.2017

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen aus dem schweizerischen Gesundheitssystem,  zusammengetragen im Oktober 2017

Hochbetagte sterben günstiger

Bei Hochbetagten wird im letzten Lebensjahr häufiger auf teure Eingriffe verzichtet – dementsprechend weniger belasten sie die Krankenkassen. Eine neue Studie birgt weitere Überraschungen – und Zündstoff.

Im letzten Lebensjahr vor dem Tod steigen die Gesundheitskosten, die bei den Krankenkassen anfallen, sprunghaft an – auf durchschnittlich 32 500 Franken pro Versicherten. Doch wer in sehr hohem Alter stirbt, belastet die Versicherung im letzten Jahr weniger stark als jünger Verstorbene: Diese überraschenden Resultate hat eine Studie im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms (NFP) zum Lebensende zutage gefördert. Die Zahlen deuten darauf hin, dass bei sehr alten Menschen weniger Mittel in ihre Heilung investiert werden und stärker auf bloss lebenserhaltende und palliative Medizin gesetzt wird.
https://www.nzz.ch/schweiz/kosten-im-letzten-lebensjahr-hochbetagte-sterben-guenstiger-ld.1309166

Bürokratie statt Therapie

Das Abrechnungssystem der Fallpauschalen beschäftigt Tausende und verteuert damit das schweizerische Gesundheitswesen.

Bei ihrer langen Tagesarbeit verbringen die Spitalärzte im Durchschnitt nur gerade 90 Minuten am Bett des Patienten. Dies haben Analytiker, die den Arbeitsalltag von Spitalärzten im Kantonsspital Baden während Tagen von morgens bis abends auf Schritt und Tritt begleiteten, herausgefunden.

Die gleiche Untersuchung am Universitäts­spital Lausanne kommt zu einem ähnlichen Erhebungsresultat: Assistenzärzte verbringen auch dort weniger als zwei Stunden beim Patienten, aber täglich fünf Stunden am Computer für das Reporting, also für den administrativen Dokumentations-, Erfassungs-, Auskunfts- und Belegaufwand. Auch das Pflegefachpersonal verbringt immer mehr Arbeitszeit am Computer für die Aufzeichnung jedes Arbeitsvorgangs.

Die Ärzteschaft ist ja nicht gerade scheu im Fordern und Jammern. Doch mit ihrer Kritik an dem von der Politik und den Krankenkassen aufgezwungenen Kontrollaufwand in der Spitalbürokratie hat sie recht. Das «Manifest gegen Spital-Bürokratie» der Zürcher Chefärzte ist ein Ausdruck für das Unbehagen.
Weiter zum Beitrag Bürokratie statt Therapie

Streit um ausgewählte Kliniken für hochkomplexe medizinische Leistungen

Künftig sollen weniger Kliniken hochkomplexe medizinische Leistungen anbieten dürfen. Betroffene Spitäler wehren sich.

Das Wichtigste in Kürze:
– Unter den Krankenhäusern herrscht seit Jahren ein Streit darüber, welche Spitäler welche Leistungen anbieten dürfen.
–  Nun sollen nur noch ausgewählte Kliniken hochkomplexe medizinische Leistungen anbieten dürfen.
– Speziell im Bereich der hochspezialisierten Medizin stockt diese Entwicklung, denn viele Spitäler wehren sich gegen eine Konzentration der Leistungen auf wenige Spitäler.

Pierre-Alain Clavien ist Direktor der Klinik für Bauchchirurgie USZ. Er kämpft an vorderster Front für eine Konzentration der hochspezialisierten Bauchchirurgie. Clavien ist der Meinung, dass eine Konzentrierung sehr wichtig sei, sowohl für die Patienten als auch für die Qualität, Sicherheit und Entwicklung der Medizin.

Oftmals würden Patienten Wochen nach den Komplikationen ins Unispital Zürich verlegt – leider oft in einem ganz schlechten Allgemeinzustand. Dann müsste das Unispital wieder die Unerfahrenheit kleinerer Kliniken ausbaden. «Das ist oft eine Katastrophe», führt Clavien aus.

Das Schweizer Fernsehen hat diesen Beitrag verfasst und ist hier zu finden:
srf/schweiz/kampf-der-spitaeler-auf-kosten-der-patienten

 

 

 

Aerztestatistik Schweiz


Aerztestatistik Schweiz: Die aktuelle Statistik der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte präsentiert jährlich die Entwicklungen zur Demographie und Berufstätigkeit der Ärzteschaft in der Schweiz. Sie zeigt die aktuellen Entwicklungen auf. Und daraus lassen sich für die Planung einer bedarfsorientierten Versorgung wichtige Informationen und Herausforderungen ableiten.

Aerztestatistik Schweiz

Im Jahre 2016 sind gemäss Statistik 36’175 Ärzte in der Schweiz berufstätig. Davon sind 41 % weiblichen Geschlechts und 59 % männlich. Das entspricht einer Zunahme von 850 Personen. Interessant ist auch die Entwicklung dieser Zunahme generell. Seit 2010 hat sich der männliche Anteil an der Zunahme mit 9,2 Prozent zu 37,9 Prozent bei den weiblichen Berufstätigen ergeben.
Es arbeiten 51,1 Prozent im ambulanten Bereich, 47,3 im stationären Sektor und 1,7 Prozent ausserhalb des ambulanten Bereichs und des stationären Sektors (z.B. Pharma, Industrie, Versicherung, ..).
Ein Blick in die meist verbreiteten Fachrichtungen ergibt folgendes Bild: mit 23 Prozent ist die Allgemeine Innere Medizin am meisten vertreten, danach mit 10,1 Prozent die Psychiatrie und Psychotherapie und mit 4,9 Prozent die Kinder- und Jugendmedizin.

Interessant sind aus der Aerztestatistik Schweiz auch die Angaben zum Durchschnittsalter, welches 49 Jahre beträgt. Aufgeteilt nach Geschlecht bei Männer 51,9 und bei Frauen 45,4. Die Unterschiede ergeben sich stark aufgrund den in Weiterbildung sich befindenden AssistenzärztInnen. Teils sind deswegen Ärzte im ambulanten Bereich mit 54,6 Jahren überdurchschnittlich älter als jene im stationären Umfeld mit 43.2 Jahren. Es wird aber auch festgestellt, dass sich Ärzte im stationären Bereich mit Erreichen des Pensionsalters tendenziell eher in den Ruhestand setzen. Dem steht die Sparte der ambulant tätigen Ärzte gegenüber, welche oft über das Pensionsalter hinaus weiterarbeiten. Das Pensionsalter in der Schweiz beträgt bei Männer 65 und bei Frauen 64 Jahre.

Ärztedichte in der Schweiz im Vergleich zur OECD

Die Schweiz weist eine Pro-Kopf-Ärztedichte von 4,2 Ärzten pro 1000 Einwohner auf. Im OECD-Durchschnitt beträgt dies 3,3 Ärzte pro 1000 Einwohner). Das Generalisten in ländlicheren Gebieten im Vergleich zu den Spezialisten besser vertreten sind, dürfte nicht erstaunen. Und daraus auch nicht, dass die Anzahl der ambulant tätigen Spezialisten in städtischen Gegenden deutlich höher ist.

Aerztestatistik   Quelle: Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, Aerztestatistik Schweiz 2016

Weitere Angaben zur Aerztestatistik Schweiz finden sich auch beim Bundesamt für Gesundheit: Aerztestatistik BAG

Aerztestatistik Schweiz

Informationen Schweizer Gesundheitssystem – 1.2017


Informationen Schweizer Gesundheitssystem – 1.2017

Eine Sammlung an Informationen und News aus dem schweizerischen Gesundheitssystem. Zusammengetragen im Januar 2017- Informationen Schweizer Gesundheitssystem.

Bundesamt gegen Krankenkassen

Dicke Post für die Krankenversicherer: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will in diesem Jahr mit neuen Mitteln gegen Kassen vorgehen, die beim Marketing die Versicherten je nach Gesundheitsrisiko unterschiedlich behandeln. Das verstösst gegen das Gesetz. Die Kassen müssen in der obligatorischen Versicherung alle Versicherten gleich behandeln. Das BAG fordert nun Einblick in Verträge, um das zu kontrollieren.

http://bazonline.ch/schweiz/standard/bundesamt-gegen-krankenkassen/story/19009875

Kinderspitäler arbeiten nicht kostendeckend.

Die Berechnung der Tarife im Gesundheitswesen ist komplex und umstritten. So ist 2016 die Revision der nicht mehr zeitgemässen Tarifstruktur für ambulante medizinische Behandlungen (Tarmed) gescheitert. Wenig bekannt ist bis anhin die besondere Situation der Kinderspitäler, die sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich mit zu tiefen Tarifen auskommen müssen. «Wir möchten Tarife, die die Kostenrealität in der Kinder- und Jugendmedizin korrekt abbilden», sagt Christoph Stüssi, Chefarzt Kinderspital.

http://www.nzz.ch/schweiz/defizitaere-kinderspitaeler-kindermedizin-will-kostendeckende-tarife-ld.137109

Kriterien der Spitalliste werden strenger

Berner Spitäler müssen sich künftig besser überlegen, was sie anbieten wollen. Der Regierungsrat hatte lediglich die seit einem halben Jahr vorliegende Versorgungsplanung genehmigt. Doch Schnegg nutzte die Gelegenheit, um die Planung der Spitalversorgung zu skizzieren. Kurz zusammengefasst: Es soll mehr Wettbewerb geben unter den Spitälern im Kanton Bern.

http://www.derbund.ch/bern/kanton/Kriterien-der-Spitalliste-werden-strenger/story/10859930

 

Kostspielige Krankenkassen


Kostspielige Krankenkassen

Eine Sammlung an Informationen und News aus dem schweizerischen Gesundheitssystem. Zusammengetragen am 18. Oktober 2016 – kostspielige Krankenkassen und weitere Informationen zum Schweizer Gesundheitssystem.

Kostspielige Krankenkassen schneiden nicht besser ab

Die Schweizer Versicherten sind mit ihren Krankenkassen ziemlich zufrieden. Die Höhe der Prämien ist dabei nicht der entscheidende Faktor.

Die Kunden von ÖKK und Swica sind mit ihrer Krankenkasse am zufriedensten. Das zeigt eine neue Umfrage des Vergleichportals Bonus.ch, wo beide Kassen die Note 5,4 erhielten. Insgesamt schnitten 13 Kassen mit einer Note von 5 oder höher ab. Am tiefsten fällt der Wert bei Supra mit 4,6 aus. Ebenfalls eine vergleichsweise tiefe Zufriedenheit weisen Sanagate (4,7), Intras (4,8), Avenir (4,8) und Assura (4,8) auf.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Teure-Krankenkassen-schneiden-nicht-besser-ab-24178645

 

Big Data im Gesundheitswesen – ein Blindflug

«Big Data» könnte mithelfen, die Knackpunkte im Schweizer Gesundheitssystem zu erkennen und zu beheben. Die Krankenkassen stellen sich jedoch quer – zum Missfallen von Innenminister Berset.

Dass die Schweiz eines der qualitativ besten Gesundheitssysteme der Welt hat, ist unbestritten. Doch es gleicht bisweilen einer Blackbox: Es ist praktisch unmöglich, sich in dem komplexen System einen Überblick zu verschaffen, ob die Behandlungen aus therapeutischer wie finanzieller Sicht effizient erfolgen. Welches sind die grössten Gesundheitsrisiken im Land? Und welche Bevölkerungsschichten sind welchen Risiken am meisten ausgesetzt? Wir wissen es nicht. Denn es mangelt an den entsprechenden Daten. «Wenn nicht genug in das Sammeln von Informationen investiert wird, um eine angemessene Wissensgrundlage zu schaffen, kann es auch keine ‹wissensbasierte› Politik geben», mahnt der OECD-Bericht über das Schweizer Gesundheitssystem aus dem Jahr 2011 an. Eine Steuerung und Verbesserung des Systems ist so schwierig. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hält die heutige Datensituation für «unbefriedigend».

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/schlechte-datenlage-ein-gesundheitswesen-im-blindflug-ld.107730

 

Pharma-Millionen für Schweizer Ärzte-Gesellschaften

Schweizer Ärzte sind gut organisiert: Über Fachgesellschaften setzen sie sich für ihre Anliegen ein. Neue Zahlen zeigen, wie stark sie von der Pharma unterstützt werden – und warum das teilweise problematisch ist.

Sie kümmern sich um die Wehwehs der Doktoren: die Schweizer Ärztegesellschaften. Gleich mehrere Dutzend solcher Fachgesellschaften,Verbände und Vereinigungen setzen sich in der Schweiz für das Wohl und die Interessen von Ärzten ein. Sie machen Umfragen zur Arbeitsbelastung, organisieren Fortbildungen und fördern Forschung und Entwicklung.

http://www.srf.ch/news/schweiz/pharma-millionen-fuer-schweizer-aerzte-gesellschaften