Arbeitszeiten Schweizer Gesundheitssystem Pflege


Arbeitszeiten Schweizer Gesundheitssystem Pflege

Die aufgeführten Inhalte gelten für Pflegefachpersonal deren Arbeitszeiten Schweizer Gesundheitssystem und stützen sich auf die gesetzlichen Bestimmungen im Arbeitsgesetz (Ende 2019).

Tagesarbeitszeit

Die zu leistende Arbeitszeit pro Tag folgt einer einfachen Formel: Die vertraglich festgelegte wöchentliche Arbeitszeit wird durch die 5 Tage einer Arbeitswoche dividiert. Das ergibt dann die Anzahl Stunden eines Arbeitstages. Im Schweizer Gesundheitswesen wird in der Regel 42 Stunden bei 100 % Arbeitspensum gearbeitet. Das macht am Tag 8 Stunden und 24 Minuten Arbeitszeit.

Maximale Stundenanzahl pro Woche

Arbeitnehmende in der Gesundheitsbranche dürfen maximal 50 Stunden pro Woche arbeiten und maximal 6 Tage ohne Unterbruch. Für Kliniken, Spitäler, Heime und Internate gibt es jedoch eine Ausnahmeregelung: So darf der Arbeitnehmende 7 Tage hintereinander eingesetzt werden, solange er danach eine arbeitsfreie Zeit von mindestens 83 Stunden einhält und die Regel zur 50-Stunden-Woche nicht überschritten wird.

Ruhezeiten

Grundsätzlich beträgt die gesetzlich festgelegte Ruhezeit mindestens 11 Stunden am Stück. Im Ausnahmefall darf die Ruhezeit auch einmal 8 Stunden betragen – vorausgesetzt der Durchschnitt über 2 Wochen liegt immer noch bei 11 Stunden. Bei Kliniken, Spitälern, Heimen und Internaten sieht es etwas anders aus: Wenn über 2 Wochen eine durchschnittliche Ruhezeit von 12 Stunden gewährleistet werden kann, darf die Ruhezeit mehrmals wöchentlich auf 9 Stunden gesenkt werden (gilt nur für Erwachsene).

Nachtarbeit – Arbeitszeiten Schweizer Gesundheitssystem

Die Nachtarbeit dauert von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Nachtarbeit (d.h. Arbeit, die – auch nur teilweise – in den Zeitraum von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr fällt) darf zwölf Stunden dauern, sofern davon mindestens vier Stunden Ruhezeit sind (müssen nicht zusammenhängend sein) und eine Ruhegelegenheit vorhanden ist. Andernfalls darf sie nur neun Stunden dauern. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die dauernd oder regelmässig wiederkehrend Nachtarbeit leisten, haben Anspruch auf eine Kompensation von 10 % der Zeit, während der sie Nachtarbeit geleistet haben. Dies ist der Fall, wenn mehr als 25-mal pro Kalenderjahr Nachtarbeit geleistet wird. Die Kompensation dieser zusätzlichen freien Zeit hat innerhalb eines Jahres zu erfolgen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bis zu 25 Nächte im Jahr Nachtarbeit leisten, haben Anspruch auf einen Lohnzuschlag von 25 % für die im Nachtzeitraum geleisteten Arbeitsstunden.

Pausen

Die tägliche Pause zur Mitte der Arbeitszeit ist Pflicht, egal in welcher Tageszeit:

  • Ab 5.5 h Arbeitszeit: 0.25 h
  • Ab 7 h Arbeitszeit: 0.5 h
  • Ab 9 h Arbeitszeit: 1 h

Pausen müssen bezogen und vom Arbeitgeber eingeplant werden.

Schwangerschaft / Mutterschaft – Arbeitszeiten Schweizer Gesundheitssystem

Schwangere Frauen und stillende Mütter müssen so beschäftigt werden, dass ihre Gesundheit und die Gesundheit des Kindes nicht beeinträchtigt wird. Sie dürfen nicht über die vereinbarte ordentliche Dauer der täglichen Arbeit hinaus beschäftigt werden, jedoch keinesfalls über neun Stunden pro Tag. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat beträgt die tägliche Ruhezeit zwölf Stunden. Schwangere Frauen dürfen ab der 8. Woche vor der Niederkunft zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr nicht beschäftigt werden.

Wöchnerinnen dürfen während acht Wochen nach der Niederkunft nicht und danach bis zur 16. Woche nur mit ihrem Einverständnis beschäftigt werden. Für stillende Mütter sind die für das Stillen oder das Abpumpen von Milch erforderlichen Zeiten freizugeben. Im ersten Lebensjahr des Kindes ist davon ein gesetzlich festgelegter Teil bezahlte Arbeitszeit. Stillende Frauen dürfen nur mit ihrem Einverständnis beschäftigt werden.

Stellen in der Pflege finden Sie hier.

Arbeitszeiten Schweizer Gesundheitssystem

Dipl. Pflegefachfrau HF / Dipl. Pflegefachmann HF


Dipl. Pflegefachfrau HF / Dipl. Pflegefachmann HF

Als Dipl. Pflegefachfrau HF / Dipl. Pflegefachmann HF arbeiten Sie zum Beispiel an einer Stelle in einem öffentlichen oder privaten Spital, einer psychiatrischen Klinik, einem Alters- und Pflegeheim oder pflegen und betreuen Patientinnen zu Hause (Spitex oder ähnliche Organisationen). Die frühere Bezeichnung Krankenschwester oder Krankenpfleger in der Schweiz wurde vor längerem mal ersetzt durch Pflegefachperson / Pflegefachfrau / Pflegefachmann. Nicht zu verwechseln ist der Titel mit dem Titel Fachfrau Gesundheit EFZ oder Fachmann Gesundheit EFZ.

Pflegefachpersonen HF finden aber auch interessante Stellen in der Gesundheitsförderung sowie Prävention von Krankheiten und Unfällen. Sie wirken mit bei Forschungsprojekten und der politischen Strategieentwicklung im Bereich Pflege und Gesundheit. Auf diese Weise leisten sie ihren Beitrag zur Verbesserung der Pflegequalität. Weiter finden sich Jobs in der Industrie / Pharma und bei privaten Versicherungsgesellschaften oder Krankenversicherungen.

Ausbildung Dipl. Pflegefachfrau HF / Dipl. Pflegefachmann HF

Die Ausbildung als Dipl. Pflegefachfrau HF / Dipl. Pflegefachmann können an höheren Fachschulen in verschiedenen Städten, wie zum Beispiel in Aarau, Basel, Bern, Chur, Glarus, Luzern, Olten, Sargans, Schaffhausen, St. Gallen, Thun, Weinfelden, Winterthur, Zürich und anderen absolviert werden. Die Ausbildung dauert drei Jahre in Vollzeit Bildung, drei bis vier Jahre berufsbegleitend. Dabei wird ein Arbeitspensum von mindestens 50% in der Pflege vorausgesetzt. Oder über eine vorgängige Ausbildung mit Abschluss Fachmann Gesundheit EFZ / Fachfrau Gesundheit EFZ verkürzt mit weiteren zwei Jahren. Die Ausbildung erfolgt zu 50 % an der Schule und zu 50 % in der beruflichen Praxis. Als Abschluss wird der eidgenössisch anerkannte Titel „Dipl. Pflegefachmann / -frau HF“ verliehen.

Weiterbildungen für Dipl. Pflegefachfrau HF / Dipl. Pflegefachmann HF

Pflegefachpersonen können verschiedene interne und externe Kurse, Angebote und Weiterbildungen von Spitälern, Kliniken, Fachorganisationen und Berufsverbänden, z. B. des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen/-männer SBK sowie von höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten besuchen. Mittels einer höheren Fachprüfung (HFP) erwirbt man zum Beispiel die Bezeichnung Fachexperte / Fachexpertin für Infektionsprävention im Gesundheitswesen, Naturheilpraktiker/in mit eidg. Diplom oder Komplementärtherapeut/in mit eidg. Diplom.

An Fachhochschule ist mit einer entsprechenden Vorbildung ein verkürzter Studiengang Bachelor of Science (FH) in Pflege möglich. Und im Bereich Nachdiplomstufe / Spezialisierungen sind vielfältige Angebote in den einzelnen Fachgebieten wie zum Beispiel in der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Langzeitpflege und -betreuung, Psychiatrie, Gerontopsychiatrie, Operationsbereich, Gesundheitsförderung, Pflegeberatung oder Palliative Care und weitere vorhanden.

Als leitendes Personal im Bereich der Pflege sind Pflegefachpersonen HF nebst der Pflege und deren Qualität auch für die fachliche Fortbildung des ihnen unterstellten Personals mitverantwortlich. Sie unterstützen die Lernenden und Studierenden während des Praktikums. Weiter coachen und begleiten sie diese in deren praktischen Ausbildungszeit.

Dipl. Pflegefachfrau HF

Chefarzt Gehalt in der Schweiz


Chefarzt Gehalt – was ist noch gesund?

Eine im Februar 2018 losgelöste Diskussion zum Thema wie hoch ein Chefarzt Gehalt in der Schweiz ist, hat aufgrund einer Schätzung und Hochrechnung eines Vergütungsexperten politisch und medial einen Wirbel ausgelöst. Im Beitrag des Schweizer Fernsehens, der unten zu finden ist, wird aufgrund von Hochrechnungen und Schätzungen bei rund 200 – 250 Chefärzten ein Jahresgehalt von 1,5 – 2,5 Millionen vermutet.

Hier gilt es nun aber schon genauer hinzusehen. Der Vergütungsexperte nimmt zum Beispiel für seine Erhebung Chefärzte und Belegärzte in die Grafik mit auf. Es muss aber differenziert werden. Ein Patient versteht unter einem Chefarzt wohl am ehesten den Chef der Ärzte an einem öffentlichen Spital, Kantonsspital oder einer privaten Klinik. Unter einem Belegarzt dürfte er einen Arzt verstehen, der selbstständig tätig ist und das Spital eben belegärztlich benutzt. Er ist am Spital tätig, oder eher öfter losgelöst davon, führt er noch eine eigene private Praxis. Dann stellt sich die Frage welche Patienten ein Chefarzt behandelt (allenfalls muss) und wie das Patientengut bei einem Belegarzt aussieht. Das Patientengut setzt sich aus Allgemeinversicherten / Grundversicherten (der grösste Teil), den Halbprivat und den Privatversicherten zusammen. Dass dies jeweils ein anderer Tarif sein wird und sich dies auch auf den Lohn nieder schlägt dürfte geläufig sein.

Die Erkenntnis, dass es auch Unterschiede beim Chefarzt Gehalt in den verschiedenen Fachgebieten gibt, entspricht der Realität. Es wird erwähnt, dass vor allem ein Chefarzt Radiologie, eine Chefärztin Kardiologie oder ein Chefarzt Gastroenterologie bezüglich Einkommen zu den bestbezahlten Fachrichtung gehören.

Fazit: Der Bericht sollte sehr differenziert betrachtet werden. Dass die Diskussion angestossen wurde ist sicher förderlich. Eine weitere Aussage, dass es hierbei um Prämiengelder geht ist korrekt. Die Diskussion basiert auf die schon öfters erwähnten Schätzungen und Hochrechnungen. Geschätzt und hochgerechnet wird bekanntlich dort wo kein verlässliches Zahlen- und Datenmaterial vorliegt. Dies führt dazu, dass mehr Transparenz dargelegt werden soll.

Ein Artikel im Ostschweizer Tagblatt zeigt, dass gewisse Kantone das Thema Chefarzt Gehalt bereits sensibler aufgreifen und es wird auch über die Kantonsgrenzen hinaus die Einkommenssituation von Ärzten analysiert. Leider werden teilweise auch hier Äpfel mit Birnen verglichen. Einleitend wird vom Kanton Genf gesprochen, wo es nach Schätzung gewisser Spezialärzte, beispielsweise Chirurgen, das Einkommen bei einer Millionen liegen kann. Jedoch wird dann aber seitens der Ärzteschaft diese Zahl plötzlich als Ertrag und nicht als Einkommen beziffert. Von diesem Einkommen beziehungsweise der Praxisumsatzzahlen des Arztes müssten noch die Betriebskosten abgezogen werden. Was letztendlich gilt, weiss keiner, jeder Leser wird verunsichert.

In St. Gallen wiederum sind gemäss Auskunft des Mediensprechers Gehälter plafoniert. Und zwar am Zentralspital auf maximal 700’000.- Franken und bei den Regionalspitälern auf maximal 500’000.- Franken. In den psychiatrischen Kliniken auf 350’000.- Franken.

Den Beitrag des Schweizer Fernsehens zum Thema Chefarzt Gehalt finden sie hier.
Den Beitrag des Ostschweizer Tagblattes bezüglich Löhnen von Chefärzten hier. Und einen weiteren aus dem Ostschweizer Tagblatt zum Thema „Chefarzt Löhne irritieren“ hier.
Und ein weiterer Vergleich von erziehlten Gehälter für Fachärzte finden Sie hier.

Die Kaderarztgehälter in Zürich aufgrund der jüngsten Skandale veranlasste das Tagblatt erneut auch in St. Gallen nach dem System der Entgeltung zu fragen und auch ob es hier zwischenzeitlich möglich ist, siebenstellige Gehälter zu erzielen. Erneut wie schon in den Ausführungen oben wird dies weiterhin verneint. Hier geht es zum kompletten Artikel.

Chefarzt Gehalt, Lohn, Einkommen

Ist die Geldmaschine wichtiger als die Patienten


Ist die Geldmaschine wichtiger als die Patienten

Die nicht repräsentative – aber doch breite und tiefe, Befragung – zum Kostendruck in den Kliniken in Deutschland hat einige nachdenkliche Punkte thematisiert. Wie steht es um die Geldmaschine versus Patienten und deren Steuerung?
Wird zugunsten des Kostendrucks eine Gefährung der Patienten in Kauf genommen?
Wird die Behandlungsart und Behandlungsweise zugunsten besseren Vergütungsansätzen gesteuert?
Wie steht es um die Kontrollmechanismen?

Kostendruck in Kliniken der Arzt, die Geldmaschine

Der Mediziner Karl-Heinz Wehkamp hat Klinikärzte befragt, wie wirtschaftliche Interessen die Behandlung der Patienten beeinflussen. Sein Fazit: „Eine Gefährdung der Patienten wird in Kauf genommen.“

SPIEGEL ONLINE: Herr Wehkamp, wenn ich mich krank fühle und in eine Klinik gehe, erwarte ich, dass es ausschließlich um meine Gesundheit geht. Sie haben Interviews mit vielen Ärzten geführt und stellen fest, dass wirtschaftliche Interessen eine erschreckend große Rolle spielen. Woran machen Sie das fest?

Wehkamp: Vor allem an den Aussagen der behandelnden Ärzte selbst, die wir für unsere Studie interviewt haben. Demnach werden Untersuchungen gemacht, die aus medizinischer Sicht nicht unbedingt notwendig sind. Vor allem die Gerätemedizin bringt den Kliniken oft Geld: Die Apparaturen für einen Herzkatheter zum Beispiel sind erst einmal eine hohe Investition, aus ökonomischer Sicht sollten sie dann auch ausgelastet sein. Nichttechnische Leistungen hingegen, die nur gering vergütet werden, werden eingeschränkt. Das heißt in der Praxis oft: Anamnesen, klinische Untersuchungen und Arzt-Patienten-Gespräche werden so kurz wie möglich gehalten. Wir haben von Ärzten sogar gehört, dass einige komplexe Eingriffe oft vermieden werden, weil die Aufklärungsgespräche dafür zu lange dauern.

Die Studie: Karl-Heinz Wehkamp hat gemeinsam mit dem Gesundheitsökonomen Heinz Naegler mehr als 30 Krankenhausärzte und 30 Geschäftsführer in zwölf Bundesländern in ausführlichen, sogenannten qualitativen Interviews befragt. Die Interviewten arbeiteten in großen und kleinen Häusern verschiedener Träger. Die Erhebung fand in zwei Wellen in der Zeit von 2013 bis 2016 statt.

SPIEGEL ONLINE: Es gibt also auch zu wenig Therapie?

Wehkamp: Richtig. Das fängt damit an, dass die gesprächsintensive Arzt-Patienten-Beziehung vernachlässigt wird. Eine der Ursachen ist natürlich der Zeitdruck durch die dünne Personaldecke – auch hier wirkt also die Ökonomie indirekt. Das geht so weit, dass vereinzelt Ärzte Patienten Informationen vorenthalten. Etwa darüber, dass die hochtechnologische Ausstattung für bestimmte Krebstherapien in einer anderen Klinik vorhanden ist, in der eigenen Klinik aber fehlt.

SPIEGEL ONLINE: Beeinflusst die Krankheit auch, ob man überhaupt aufgenommen wird?

Wehkamp: Ja, die Gefahr der Über- und Untertherapie zieht sich durch den gesamten Behandlungszyklus von der stationären Aufnahme über die Behandlung bis zur Entlassung. Nahezu alle befragten Ärzte berichten von dem auf ihnen lastenden Druck, bei allen Maßnahmen an die Optimierung der Fallpauschalen zu denken. Nicht selten würden Untersuchungen angesetzt, die für das Behandlungsziel keine Bedeutung haben, aber den wirtschaftlichen Ertrag steigern.

SPIEGEL ONLINE: Wie weit gehen die Ärzte noch?

Wehkamp: Die meisten kennen die eher harmlosen Tricks, die von ihnen verlangt werden, um mehr abrechnen zu können, ohne dass der Patient Schaden nimmt. Das wird mittlerweile in der Breite praktiziert. Wenn aber das Patientenwohl erheblich aufs Spiel gesetzt würde, machen das die Ärzte normalerweise nicht mit. Einer hat es im Gespräch so ausgedrückt: „Es ist nicht eigentlich kriminell, was wir machen, wir gefährden den Patienten ja nicht groß, aber manchmal geht man auch zu weit.“

SPIEGEL ONLINE: Aber jeder noch so kleine Eingriff hat Risiken.

Wehkamp: Richtig, und da wird eine Gefährdung der Patienten durchaus in Kauf genommen. Ein Beispiel ist, dass Patienten mitunter aus Abrechnungsgründen einen Tag länger als nötig beatmet werden. Ein anderer Arzt hat erzählt, dass er auf Geheiß seines Chefs über andere Stationen geht und aktiv nach Patienten sucht, bei denen eine Herzkatheteruntersuchung vertretbar wäre. Bei so einem Eingriff kann es zu folgenschweren Herzrhythmusstörungen kommen. Am Ende ist es ein Kompromiss zwischen dem Wohl der Patienten und dem Druck der Wirtschaftlichkeit.

SPIEGEL ONLINE: Was sagen die Geschäftsführer dazu?

Wehkamp: Sie wissen oft nicht wirklich, was an der Behandlungsfront passiert. Viele wollen es auch nicht so genau wissen, stehen sie doch selbst unter Druck, dem Träger des Krankenhauses gegenüber gute wirtschaftliche Ergebnisse liefern zu müssen. Ähnlich wie ein Fußballtrainer sitzen sie auf dem Schleudersitz: Stimmen die Ergebnisse nicht, fliegen sie raus. Sie geben den Druck natürlich weiter an die Chefärzte oder direkt über das Controlling – und die wiederum reichen ihn an die Oberärzte, Fachärzte und Assistenten weiter.

SPIEGEL ONLINE: Müssen sich Assistenzärzte tatsächlich rechtfertigen für die Erlöse einer ganzen Abteilung?

Wehkamp: Das nicht, das gilt eher für den Chefarzt und seine Oberärzte. Aber die Assistenz- und Fachärzte entscheiden mit über die Aufnahme von Patienten und den Zeitpunkt der Entlassung. Außerdem haben sie Einfluss auf die Codierung der Fälle. Gerade die Assistenzärzte sehen sich dann stark genötigt, die wirtschaftliche Situation der Klinik bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Das bringt für viele Konflikte mit sich, denn laut Berufsordnung der Ärzteschaft soll „die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit der Patientinnen und Patienten oberstes Gebot“ sein.

SPIEGEL ONLINE: Warum greifen die Kontrollmechanismen nicht?

Wehkamp: Bestimmte Fragen lassen sich mit den vorherrschenden gesundheitsökonomischen Methoden derzeit kaum beantworten. Nehmen wir Hüftgelenksoperationen: Anhand der medizinischen Daten und der Überlebensrate von Patienten kann man zwar einiges über den Erfolg und die Qualität des Eingriffs aussagen. Ob er in den einzelnen Fällen tatsächlich medizinisch notwendig war, kann man nicht sehen. Dazu muss man schon die behandelnden Ärzte fragen, freilich in einem anonymen Setting.

SPIEGEL ONLINE: Ihre Studie ist nicht repräsentativ, sondern eine Stichprobe aus der Ärzteschaft und von den Geschäftsführern. Inwiefern sind die Ergebnisse überhaupt aussagekräftig?

Wehkamp: Wir betonen an mehreren Stellen, dass unsere Ergebnisse nicht objektiv zutreffende Fakten sind, sondern auf subjektiven Einschätzungen der Befragten beruhen. Diese allerdings haben eine sehr hohen Übereinstimmung, was zumindest nahelegt, dass wir bei den Ergebnissen sehr nahe dran sind an den realen Zuständen. Zudem sind qualitative Studien in der Soziologie methodisch anerkannt.

SPIEGEL ONLINE: Viele von ihnen haben erstaunlich offen gesprochen.

Wehkamp: Während der Gespräche, die meistens viel länger dauerten als geplant, merkten wir immer wieder, dass das Thema die Ärzte beschäftigt und frustriert. Als die Ergebnisse im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurden, habe ich eine Flut von E-Mails von Ärzten erhalten, die ihre teilweise erheblichen Probleme mit dem Wirtschaftlichkeitsdruck schilderten.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie ein Beispiel?

Wehkamp: Ein fast unglaublicher Fall, den wir allerdings nicht überprüfen können: In einem Haus würden ältere Patienten ab und zu „trockengelegt“. Damit meint man, dass sie etwas weniger Flüssigkeit bekommen, wodurch sich die Laborwerte verschlechtern, was wiederum eine höhere Vergütung für die Betreuung zur Folge hat. Eine Ärztin berichtet, die geringe Vergütung für Patienten in der Notaufnahme führe dazu, dass man jetzt von „Vier-Euro-achtzig-Patienten“ rede, die dem Haus nur Verluste brächten.

SPIEGEL ONLINE: Ist der wirtschaftliche Druck in privaten Krankenhäusern höher als in Kliniken von öffentlichen Trägern?

Wehkamp: Unserer Studie zufolge nicht. In einigen privaten Häusern ist die Situation sogar noch eine Spur entspannter als bei den Kliniken mit staatlichen Trägern mit ihren klammen Kassen. Dass hier der Druck so groß ist, ist besonders widersinnig: Als Gesetzgeber fordert der Staat eine ausschließlich medizinische Priorität – setzt aber den Kaufmann in die Letztverantwortung für das Krankenhaus. Und als Träger kommt er seiner eigenen gesetzlichen Verpflichtung zur Finanzierung der notwendigen Investitionskosten nicht genügend nach.

SPIEGEL ONLINE: Was kann man als Patient tun, um nicht Opfer wirtschaftlicher Interessen zu werden?

Wehkamp: Es ist immer gut, sich eine zweite Meinung einzuholen und mit den Ärzten zu sprechen. Ich finde die Frage hilfreich, ob ein Arzt den Eingriff auch seinem eigenen Vater empfehlen würde. Andererseits sollte man auch nicht zu viel Misstrauen an den Tag legen. Unterm Strich ist das deutsche Gesundheitssystem immer noch eines der besten der Welt. Wenn ich im Ausland wäre und die Möglichkeit hätte, mich in ein deutsches Krankenhaus verlegen zu lassen, würde ich das immer machen.

Das Interview zwischen Herrn Wehkamp und Herrn Heinrich zum diesem Thema Geldmaschine finden Sie im Spiegel Online: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kostendruck-in-kliniken-gefaehrdung-der-patienten-wird-in-kauf-genommen-a-1184057.html

Gehalt Arzt was verdient man in Deutschland – Facharzt, Oberarzt


Gehalt Arzt, was verdient man in Deutschland

Ein Übersicht zum Gehalt in Deutschland hat das „stern-Magazin“ für den deutschen Markt aufgestellt – daraus ist auch ein Vergleich zur Schweiz am Ende dieses Beitrages zu finden.

Was verdient ein Arzt in Deutschland – ein Vergleich zur Schweiz

Sie gelten als die Götter in weiß: Ärzte in Kliniken kümmern sich nicht nur um den Beinbruch, sondern führen komplizierte Operationen durch oder erforschen seltene Krankheiten. Dass Ärzte für ihre Tätigkeit nicht mit dem Mindestlohn abgespeist werden, ist klar. Doch verdienen die Mediziner in Kliniken wirklich so ein fürstliches Gehalt, wie gerne angenommen wird?

Für Ärzte, die in Krankenhäusern arbeiten, gibt es mehrere Tarifverträge. Zum einen den Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA) und den Tarifvertrag für Unikliniken (TV Ärzte TdL). Darüber hinaus gibt es noch Tarifverträge von privaten Klinikketten.

Was verdienen Assistenzärzte

Wer als Assistenzarzt in einem kommunalen Krankenhaus anfängt, bekommt rund 4189 Euro, in einer Uniklinik sind es 4407 Euro. Als Facharzt gibt es zum Einstieg rund 5800 Euro, bei einem Universitätsklinikum mit 5818 Euro nur geringfügig mehr. Assistenzärzte bekommen bei kommunalen Kliniken eine jährliche Gehaltserhöhung. Fachärzte bekommen nach drei Jahren mehr Gehalt.

Ein Oberarzt bekommt als Grundentgelt in der Stufe 1 rund 7277 Euro bei kommunalen Trägern, bei Uni-Kliniken sind 7286 Euro. Zusätzlich bekommen Klinikärzte noch Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienste.

Ärzte bei privaten Klinikketten

Bei Deutschlands größtem privatem Klinikbetreiber Helios gibt es einen eigenen Tarifvertrag. Dort bekommen Assistenzärzte rund 4514 Euro pro Monat. Nach einem Jahr steigt das Gehalt auf 4629 Euro. Fachärzte bekommen im ersten Jahr monatlich rund 5822 Euro, Oberärzte 7430 Euro. Helios sieht jährliche Gehaltssteigerungen vor.

Allerdings ist es nach wie vor sehr schwierig, Arzt zu werden, denn um die Studienplätze kämpfen mehr als vier Mal so viele Bewerber. Das Medizinstudium dauert (mindestens) sechs Jahre inklusive praktischem Jahr. Damit ist man aber noch kein Arzt, erst mit dem erfolgreichen Abschluss des Staatsexamens kann man Assistenzarzt werden. Die Ausbildung zum Facharzt dauert im Anschluss rund fünf Jahre.

Diesen vollständigen Beitrag finden Sie auch bei stern.de unter (http://www.stern.de/wirtschaft/job/arzt–was-verdienen-mediziner-in-kliniken-und-krankenhaeusern–7562586.html)

Ein Vergleich: Was verdienen Ärzte in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland

Sie finden Vergleichszahlen dazu unter Vergleichsgehälter in der Schweiz

News schweizerisches Gesundheitssystem – 08.2017


News schweizerisches Gesundheitssystem – 08.2017

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen aus dem schweizerischen Gesundheitssystem. Zusammengetragen im August 2017.

Erhebliche Unterschied bei postoperativen Infektionen – Untersuchung im Gesundheitssystem?

Der Spitalvergleich Schweiz zeigt auf: Wer sich operieren lässt, hat nicht in jedem Spital die gleichen Risiken. Bei einer Analyse der Infektionsraten schneiden Basel und Genf am besten ab, Wallis und Obwalden hingegen bilden das Schlusslicht.

Postoperative Wundinfektionen sind Infektionen der Haut und des darunterliegenden Gewebes an der Operationsstelle. Sie werden seit 2010 klinikvergleichend schweizweit erfasst. Postoperative Infektionen verzögern den Heilungsprozess, verursachen grösseres Leiden für den Patienten und schlimmstenfalls Todesfälle. Obwohl postoperative Infektionen nicht zu 100 Prozent vermieden werden können, kann deren Häufigkeit durch systematische Massnahmen im Spital gesenkt werden.

Den vollständigen Newsbeitrag finden Sie unter: Beitrag aus der 1815

Spitäler halten sich nicht an’s Gesetz

Spitäler müssten ihre Rechnungen nicht nur der Krankenkasse, sondern auch den Patienten schicken. Doch in der Praxis geschieht das kaum.

Medizinisch gesprochen liegt bei den Rechnungen von Ärzten und Spitälern eine Multimorbidität vor, eine Mehrfacherkrankung. Erstes Leiden: Arztrechnungen sind notorisch unübersichtlich und unverständlich, sodass Laien wohl nur Bahnhof verstehen. Hier soll ein neues Übersetzungsprogramm der Suva Abhilfe schaffen, das aber erst eine Krankenkasse einsetzt, die ­Atupri ­Gesundheitsversicherung.

Das zweite Leiden betrifft die Spitäler: Hier liegt das Problem darin, dass sie gar keine Rechnungen verschicken. Dabei ist das Gesetz sehr klar: Die Spitäler müssen jedem Patienten eine «detaillierte», «verständliche» Rechnung zustellen. Zwar rechnen die Spitäler ihre Leistungen grundsätzlich direkt mit der Krankenkasse ab («tiers payant»). Doch auch in diesen Fällen schreibt das Gesetz ausdrücklich vor, dass der Patient eine Kopie der Rechnung erhalten muss.

Alle wissens – und tun nichts … zum Artikel Gesundheitssystem – Rechnungen: bernerzeitung

Neue Vorschriften zum ambulanten Operieren in den Startlöchern

Dass das Gesundheitswesen in der Schweiz Spitze ist, daran zweifelt hierzulande kaum einer. Und doch gibt es eine Rangliste, auf der man die Schweiz weit hinten suchen muss, hinter Slowenien und knapp vor Polen und Mexiko. Es handelt sich dabei um eine Liste der OECD, die aufzeigt, wie gross der Anteil der chirurgischen Eingriffe ist, die ambulant durchgeführt werden, also bei denen der Patient noch am gleichen Tag nach Hause kann. Ganz vorne finden sich Länder wie Kanada, Grossbritannien oder die Niederlande. Dass die Schweiz auf den hinteren Rängen steht, ist vor allem aus finanzieller Sicht problematisch, denn stationäre Eingriffe sind meist deutlich teurer als ambulante.
Den kompletten Beitrag unter Beitrag der NZZ
Den letzten Newsbeitrag finden Sie hier: Beitrag vom 6.2017

Altersrückstellungen – für stabile PKV-Beiträge im Alter


Altersrückstellungen – für stabile PKV-Beiträge im Alter

In der privaten Krankenversicherung in Deutschland (PKV) müssen seit dem 1. Januar 2000 Altersrückstellungen gebildet werden. Damit soll ein altersbedingter Beitragsanstieg weitgehend abgefedert werden. Die PKV würde sonst für viele ältere Versicherte zu einer enormen finanziellen Belastung werden – gerade als Krankenversicherung für Freiberufler und Selbständige, die ihre Beiträge zu hundert Prozent selbst tragen müssen Krankenversicherungen im Vergleich.

Für die Bildung von Altersrückstellungen gelten klare gesetzliche Vorgaben, die von jedem Anbieter zu beachten sind. Betroffen sind alle Verträge, die ab dem 1. Januar 2000 neu abgeschlossen worden sind oder künftig noch vereinbart werden. Alle in diesem Sinne Neuversicherten zahlen danach zusätzlich zu ihrem „normalen“ Beitrag einen zehnprozentigen Zuschlag, der zur Rückstellungsbildung verwandt wird. Allerdings wird der Zuschlag nur vom 22. bis zum 61. Lebensjahr erhoben.

Die Versicherungsunternehmen müssen die Beitragszuschläge verzinslich anlegen. Die erwirtschafteten Erträge sind zu 90 Prozent ebenfalls zur Stützung der Altersbeiträge zu verwenden. Inwieweit die Abstützung gelingt, hängt nicht zuletzt vom Anlageerfolg ab. In Zeiten niedriger Zinsen am Kapitalmarkt kann das schwierig werden.

Altersrückstellungen und Versicherungswechsel

Wechselt ein Kunde den PKV-Anbieter, dürfen die Rückstellungen nur dem Anteil des Basistarifs entsprechend „mitgenommen“ werden. Das bedeutet vor allem für Versicherungsnehmer mit schon länger bestehenden Verträgen einen erheblichen Verlust, so dass sich der Anbieterwechsel für sie in der Regel nicht lohnt. Anders sieht es bei dem Wechsel in einen anderen Tarif des bisherigen Anbieters aus. Hier dürfen die Altersrückstellungen in vollem Umfang übertragen werden. Daher ist der Tarifwechsel oft die bessere Option. Mehr Infos zum Thema PKV im Alter und Altersrückstellungen in Deutschland gibt es bei KVZentrale.

KVZentrale

Einen ähnlichen Artikel zu den Verhältnissen in der Schweiz bezüglich kostspieligen Krankenkassen finden Sie hier kostspielige KK Schweiz.

Sprachprüfung Arzt Schweiz


Sprachprüfung Arzt in der Schweiz

Die Regierung hat zum Thema Sprachprüfung Arzt Schweiz im Rahmen der Zulassungen und Registrierungen der ärztlichen Diplome neue Vorschläge ausgearbeitet. Sie benötigten bisher für die ärztliche Diplomanerkennung eine bestandene Sprachprüfung in einer der Landessprachen der Schweiz. Als Niveau war mindestens ein B2 vorausgesetzt (Stand 2017). Der aktuelle Zulassungsstopp der noch bis Mitte 2019 gilt und dann auslaufen wird, hat die Regierung nun Alternativen geprüft und erarbeitet. Die Folgelösung für die Zeit nach Mitte 2019 sieht sich in den meisten Teilen dem aktuell geltendem Zulassungsregime ähnlich.

Gemäss Gesundheitsminister Alain Berset ist eine Revolution im schweizerischen Gesundheitswesen nicht machbar. Weiterhin ist vorgesehen, dass zugelassene Ärzte in der Schweiz auch weiterhin mit allen Krankenversicherungen abrechnen dürfen. In Vergangenheit wurde des öfteren auch schon diskutiert, dass die Krankenkassen mit den Ärzten individuelle Verträge aushandeln und abschliessen. Nun sollen neu aber die Anforderungen für eine solche Zulassung erhöht werden – die Regierung argumentiert hier unter anderem auch mit Qualitätsgründen, basierend auf dem Medizinalberufegesetz. Mit diesem werden das Niveau der Ausbildung angehoben und die Anforderungen an die Sprachkenntnisse der Mediziner neu definiert – sprich der zu erfüllende Punkt der „Sprachprüfung Arzt Schweiz“ wird strenger ausgelegt.

Sprachprüfung Arzt Schweiz – neu strenger definiert?

Damit will die Regierung somit auch die Qualität der erbrachten ärztlichen Leistungen verbessern. Dafür soll neu ein erweitertes formales Zulassungsverfahren sorgen. Damit will sie zum Beispiel eine Wartefrist von zwei Jahren festlegen. Dies soll dazu führen, dass die Kenntnisse des schweizerischen Gesundheitswesens in einer Prüfung abgefragt werden können. Die Kompetenz zur Prüfung dieser Voraussetzung will sie an eine noch zu bezeichnende Organisation – unter Beizug der Krankenversicherungen – delegieren. Geplant ist, dass spätestens dann der Punkt – Sprachprüfung Arzt Schweiz – erfolgt. Alternativ besteht weiterhin die Möglichkeit bereits bei der Diplomanerkennung eine Niveauerhöhung oder eine individuelle Sprachprüfung wie sie zum Beispiel andere Länder bereits kennen einzuführen.

Weiter möchte die Regierung den Kantonen zusätzliche Kompetenzen geben. Statt wie bisher der Bund, sollen die Kantone die Höchstzahl der pro medizinischem Fachgebiet zugelassenen Ärzte festlegen können. Diesbezüglich ist der Regierung aber auch die Koordination unter den Kantonen wichtig. Steigen die Kosten im Fachgebiet überdurchschnittlich, sollen die Kantone die Zulassung auch ohne Ausschöpfung der Höchstzahl stoppen können.

Zur Revision des Medizinberufegesetz liegt bezüglich Sprachprüfung Arzt Schweiz bereits vom September 2014 ein Kurzgutachten vor Nachweis_Beherrschung_Landessprache.
Bezüglich der Registierung der Diplome und dem aktuellen Stand verweisen wir gerne auf die weiteren Erklärungen unter Anerkennung Diplome Schweiz.

Literatur hierzu finden Sie zum Beispiel bei lehmanns media Deutsch für Ärzte.

Sprachprüfung Arzt Schweiz

Approbation Schweiz


Approbation Schweiz

Wir befassen uns gerne einmal mit der immer wieder gehörten Frage zur Approbation Schweiz.
Die bekannte und wichtige Approbation wie sie zum Beispiel Deutschland kennt, ist in der Schweiz nicht bekannt. Die Bedeutung der Approbation hat in der Schweiz damit keinen vergleichbaren Stellenwert wie eben zum Beispiel in Deutschland oder in anderen EU-Staaten.

Approbation Schweiz, wie sieht es den hier aus?

Gerne zeigen wir den ärztlichen Weg im Vergleich zur Approbation in EU-Staaten auf. Wir haben uns zum Thema Approbation Schweiz bereits vertiefter geäussert. Sie finden den Link und weitere ergänzende Erklärungen um unteren Teil dieses Beitrages.

  1. In der Schweiz erhalten sie nach absolviertem und bestandenem Medizinstudium oder dem Apothekerstudium (Pharmazie oder pharmazeutischen Wissenschaften) die Bezeichnung Arzt / Ärztin oder Apotheker / Apothekerin. Zu beachten ist, dass die Aufnahmekapazitäten für das Studium jährlich gesamtschweizerisch festgelegt. Wenn er Andrang zum Medizinstudium wie in den vergangenen Jahren zu Kapazitätsengpässen führt, können an gewissen Hochschulen Zulassungsbeschränkungen auf der Grundlage eines Eignungstests vor Studienbeginn oder einer verstärkten intrauniversitären Selektion im ersten Studienjahr angewandt werden. Momentan werden die Studienplätze aufgrund des Fachkräftemangels jedoch eher ausgebaut. Erweitere Informationen zum Studium erhalten sie auch hier:
    https://www.swissuniversities.ch/de/

  2. Mit dem Diplom als Ärztin/Arzt können sie jedoch noch nicht eigenständig tätig werden. Anders bei Apothekerinnen und Apotheker. Diese können sich bereits an die entsprechende Gesundheitsbehörde wenden und eine Berufsausübungsbewilligung beantragen. Als Arzt oder Ärztin absolvieren sie im Anschluss die Assistenzarztzeit zur Erreichung des Facharztes. Nach absolvierter und bestandener Facharztausbildung wird ihr Facharzttitel registriert (einmalig und zentral in Bern).
    Mit dem Facharzt können sich bei der entsprechenden Gesundheitsbehörde der jeweiligen Kantone für eine Berufsausübungsbewilligung (BAB) anmelden. Mit der BAB sind sie dann berechtigt entsprechend eine eigenständige Tätigkeit zum Beispiel in einer Praxis aufzunehmen. Zu beachten gilt, dass die überwiegende Anzahl der Kantone einen Zulassungsstopp eingeführt hat. Dies betrifft vorallem Fachärzte ausserhalb der direkten Grundversorgung (Radiologie, Dermatologie, plastische Chirurgie, Orthopädie, Chirurgie, …).

Approbation Schweiz: Daraus ist ersichtlich, dass in diesem Prozess gar nie eine Approbation ersucht werden muss, beziehungsweise eine solche in der Schweiz auch nicht ausgestellt wird.

Weiteres zu diesem Thema, insbesondere zur Anerkennung der Diplome / Registrierung des Facharztes haben wir früher bereits verfasst und sie finden diese Informationen hier:
Anerkennung Diplome Schweiz

Für eine Stelle als Facharzt in der Schweiz verlangen die meistens Kliniken die Vorlage der Anerkennung / Registrierung der Diplome. Für eine eigenständige Tätigkeit oder für eine Anstellung / einen Job in einer Praxis ist diese Registrierung ein zwingendes Muss.

Zum Thema Approbation Schweiz gilt ganz das Motto. „Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker“, dieser wird ihnen in der Schweiz keine Approbation vorlegen sondern wie erwähnt die Registrierung beim BAG und auch eine BAB.

Approbation Schweiz

Steuern Arzt Schweiz – wie hoch kann eine Steuerbelastung sein?


Steuern Arzt Schweiz – ein Vergleichsversuch

Die Beantwortung der beiden Stichworte Steuern Arzt fällt aufgrund des sehr gemeindeautonomen Systems in der Schweiz nicht einfach. Wir versuchen hier mit einigen Beispielen etwas Transparenz zu schaffen. Die Steuerbelastung in der Schweiz setzt sich aus drei Empfängern zusammen. Die Bundessteuer – wird vom Bund / der Schweiz eingefordert (damit einheitlicher Steuertarif für alle in der Schweiz), der Kantonssteuer (jeweiliger Kanton wo man wohnt und hier unterscheiden sich die Kantone mit der Steuerhöhe) und der Gemeindesteuer. Massgebend ist die Wohnsitzgemeinde in welcher sich ein Facharzt angemeldet hat. Und so kann es sein, dass z.B. die Nachbargemeinde drei Kilometer entfernt bereits einen mehr oder weniger grösseren Unterschied im Steuertarif aufweisen kann. Die Veranlagung dieser drei Steuern ist kantonal unterschiedlich organisiert. Am einfachsten zum Beispiel aber ist die Organisation der Steuerveranlagung im Kanton St. Gallen geregelt. Hier veranlagen die Gemeinden alle drei Steuern und auch der Einzug dieser drei Steuern wird über die Gemeinden organisert. Damit hätte man zum Thema Steuern Facharzt nur einen Ansprechspartner.

Steuern Arzt Schweiz – wo liegen denn die Unterschiede?

Der Einfachheithalber gehen wir von einem ledigen, unselbstständig erwerbenden Oberarzt in Teilzeit mit einem Bruttoeinkommen von 100 000 Franken aus. Die Zahlen basieren aus dem Jahr 2016. Das die Basis von
100 000 Franken eher etwas tief ist, zeigen die Beispiele im Gehaltsvergleich für Ärzte Was verdient man als Arzt in der Schweiz – Beispiele.

Im Kanton Ausserrhoden, in der kleinen überschaubaren Gemeinde Hundwil liegt die Belastung bei 14,45 % des Einkommens für die Kantons-, Gemeinde und Kirchensteuer. Im bekannten steuergünstigen Teufen bei 11,60 %. Ein Wohnsitz im Kanton Innerrhoden schlägt sich mit einer Steuerbelastung im Kantonshauptort Appenzell mit 9,97 % und in Oberegg mit 12,09 % nieder. In der steuergünstigen Gemeinde Mörschwil, Kanton St. Gallen, veranschlagt hierfür 12,10 % und im steuerlich benachteiligtem Degersheim gar mit 17,19 %. Im Thurgau wird der Einwohner dann mit „nur“ 10,54 % in Bottighofen zu Kasse gebeten und in Arbon sind es dann schon wieder 14,60 %. Nun sind nebst der Steuerbelastung dann auch die Lebenshaltungskosten unterschiedlich. Diese Unterschiede hängen auch stark von der Steuerkraft einer Gemeinde ab. So ist die Steuerkraft in Mörschwil mit 4027 Franken pro Einwohner 2,6-mal so hoch wie jene von Degersheim. Es dürfte auch nachvollziehbar sein, dass in steuerlich tiefen Gemeinden der Wohnraum für Miete oder Kauf entsprechend höher ist. Die Wohnmieten in Degersheim sind damit deutlich tiefer als in Mörschwil. Und in Mörschwil ist der Wohnungsmarkt praktisch ausgetrocknet und die Leerwohnungsziffer liegt nahe bei null Prozent. Vielleicht kann mit diesem Anschauungsbeispiel damit zum Thema Steuern Arzt ein bisschen Transparenz in der sehr unterschiedlichen Steuerhoheit in der Schweiz geschaffen werden.

Bei der individuellen Steuerberatung lohnt sich ein Beizug eines Steuerberaters / Treuhänder. Es empfiehlt sich einen Wohnortsnahen zu wählen oder aber über den Verband einen zu suchen https://veb.ch/.

Steuern Arzt Schweiz

Vergleich der Steuerbelastung an Beispielen

Informationen Schweizer Gesundheitssystem – Gesundheitspersonal Schweiz – Mai 2017


Schweizerisches Gesundheitssystem, Informationen vom Mai 2017, Gesundheitspersonal Schweiz

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen des schweizerischen Gesundheitssystem und ein Beitrag zum Gesundheitspersonal Schweiz – zusammengetragen im Mai 2017.

Gesundheitspersonal Schweiz – eine Bestandesaufnahme und Prognose

Der Obsan Bericht Nummer 71 gibt Einblick in die Verteilung des Gesundheitspersonal Schweiz nach Institutionsarten und zeigt die jüngsten Entwicklungen und die Prognose zur Anzahl der bis 2030 benötigten Pflegefachpersonen in der Schweiz. Der Bericht zum Gesundheitspersonal setzt den Schwerpunkt auf das Pflegepersonal mit verschiedenen Ausbildungsniveaus. Daraus geht hervor, dass Spitäler und Kliniken auch in Zukunft weiterhin die bedeutendsten Arbeitgeber von Pflegefachpersonal sein dürften. Die Zahlen zeigen aber auch eine Entwicklung, die in den kommenden Jahren auf den immer grösser werden Bedarf bei Alters- und Pflegeheimen hinweist. Aufgezeigt wird auch der Beitrag der eigenen Ausbildungsabschlüsse innerhalb der Schweiz im Vergleich zur Zuwanderung von ausländischem Gesundheitspersonal im Fokus auf den zukünftigen Personalbestand.
Gesundheitspersonal in der Schweiz – Obsan Bericht 71

Laborproben fliegen neu von Spital zu Spital

Siebzig autonome Testflüge haben seit Mitte März im Tessin bisher stattgefunden. Nun ist die Bewilligung da: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat für das Projekt grünes Licht gegeben, wie die Schweizerische Post am Freitag mitteilte.

Bis am 4. April haben die Partner dann weitere Testflüge durchgeführet. Nun wird per Sommer 2017 eine weitere Testphase mit Flügen geplant. Voraussichtlich 2018 soll dann der regelmässige Drohneneinsatz zwischen zwei Spitälern in Lugano Alltag werden. Die Drohne wird dann autonom entlang der vordefinierten Route Laborproben zum Zielort bringen.

Die Drohne beziehungsweise der Quadrokopter hat eine kompakte Grösse von 80 Zentimetern im Durchmesser und kann Güter mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm transportieren. Mit einer Reichweite von 20 Kilometern fliegt die Drohne mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h.

Soll die Schweiz das Fallpauschalensystem ( DRG ) wieder abschaffen?

Die Aargauer Zeitung hat sich mit Wirtschaftsprofessor Mathias Binswanger getroffen und dieser kritisiert die Schweiz: Sie neige dazu, Systeme, die sich im Ausland nicht bewährt haben, zeitlich verzögert auch noch einzuführen. Die heutige Spitalfinanzierung ist für ihn so ein Beispiel.

Die AZ und Mathias Binswanger unterhalten sich in Olten über Fehlanreize im Gesundheitswesen.

„Herr Binswanger, warum bekommen wir die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen nicht in den Griff?“

Mathias Binswanger: Der Gesundheitsmarkt ist kein wirklich funktionierender Markt, weil die Bezüger für die meisten Leistungen nicht direkt bezahlen müssen – wir zahlen über die Krankenversicherung. Und es herrscht eine starke Informationsasymmetrie, da die Anbieter von Leistungen, nämlich Ärzte, Spitäler, Pharmahersteller etc., wesentlich besser informiert sind als die Nachfrager, also als die Patienten. Beides zusammen bewirkt eine stetige Tendenz zur Mengenausweitung, da sich auf diese Weise die Nachfrage weitgehend über das Angebot steuern lässt. Weder Leistungsbezüger noch Leistungserbringer sind in diesem System direkt interessiert, diese Mengenausweitung einzudämmen.

… das vollständige Interview finden Sie hier: Fallpauschalensystem Schweiz abschaffen DRG

 

Lohn, Gehalt Pflegefachpersonen / Krankenpfleger Schweiz


Lohn, Gehalt Pflegefachpersonen: Was kann man als Krankenpfleger / Pflegefachfrau in der Schweiz verdienen?

Das „Gehalt Pflegefachpersonen“ – dies gleich einleitend – ist gerade bei einem Wechsel, und insbesondere von einem Land in ein anderes, ein Faktor dem hohes Gewicht beigemessen wird. Sicher zu Recht!
Umfragen zeigen bei Mitarbeiterzufriedenheitsanalysen dass der Lohn mit ’nur‘ noch einem Drittel an Wichtigkeit zählt.

Auf der Suche nach einer Herausforderung als Pflegefachmann bzw. Krankenpflegerin spielt das Einkommen / das Gehalt Pflegefachpersonen damit sicher für die ersten Schritte eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich hängt das Gehalt von verschiedenen Faktoren ab: Zum einen vom Alter,  von der beruflichen Erfahrung, von der / dem  Institution / Arbeitgeber sowie von der / dem Arbeitsregion / Kanton und zum anderen auch von der jeweiligen Funktion (kein Leitungsfunktion, Leitungsfunktion), die man übernimmt.

Aus Erfahrung können Pflegefachpersonen mit abgeschlossener Berufsausbildung ab 5’200.- Franken plus Zulagen (Dienste, zusätzlich ca. 300.- Franken) und aufwärts verdienen.  Es stellt die Basis für eine eher jüngere Berufskraft dar, mit einer selbstständigen und qualifizierten Tätigkeit, die keine Leitungsfunktion inne hat, bei 42 Stunden pro Woche sowie 13 Monatslöhne. Je nachdem, ob ausländische Kandidaten eine SRK-Anerkennung besitzen, oder nicht, kann der Lohn auch noch etwas höher ausfallen und teilweise einen Unterschied bis zu 200.- Franken im Monat ausmachen.  Die SRK Anerkennung wird von vielen Arbeitgebern immer mehr vorausgestzt. Sie dient zum Nachweis der Qualifizierung der einzelnen erlernten Berufe. Mehr zu der SRK-Anerkennung finden Sie bei uns auf der Seite https://facharztjob.ch/srk-anerkennung-registrierung-pflege-diplome/

Mit entsprechenden Qualifikationen, Weiterbildungen und Führungsfunktionen sind auch Gehälter bis zu 9’000.- Franken im Monat möglich.

In Arbeitsregionen wie Zürich und Luzern werden im Vergleich zu anderen Gegenden, beziehungsweise zu anderen Kantonen höhere Löhne ausbezahlt. Bitte beachten Sie jedoch, dass auch die Lebenshaltungskosten (Miete etc.) in dieser Umgebung deutlich höher ausfallen können! Auch unter Berücksichtigung mit anderen Berufsgruppen in der Schweiz, ist der Verdienst im Gesundheitswesen attraktiv.

Lohn, Gehalt Pflegefachpersonen Schweiz, Verdienstmöglichkeiten

Informationen Schweizer Gesundheitssystem – 24.08.2016


Informationen Schweizer Gesundheitssystem – 24.08.2016

Eine Sammlung an Informationen und News aus dem schweizerischen Gesundheitssystem. Zusammengetragen am 24. August 2016 – Informationen Schweizer Gesundheitssystem.

Leuko-Methylthioniumchlorid, Wirkstoff gegen das Tau-Protein

Auf ihm lag die Hoffnung der Alzheimer-Forschung: Leuko-Methylthioniumchlorid (LMTM), ein Wirkstoff gegen das Tau-Protein. Nun scheint sich die Hoffnung zu verflüchtigen. Vor einigen Jahren sorgte eine Phase-II-Studie mit dem Methylenblau-Derivat Leuko-Methylthioniumchlorid (LMTM) für Aufsehen: Die Progression der Alzheimerdemenz bei leicht bis mittelschwer erkrankten Patienten liess sich offenbar verhindern – der ADAS-Cog-Wert blieb über zwei Jahre hinweg weitgehend konstant, während er mit Placebo um etwa sechs Punkte fiel.

Auch in der SPECT-Bildgebung deutete sich ein Stopp der Krankheitsprogression an. Die weitere Abnahme des zerebralen Blutflusses in von Alzheimer betroffenen Hirnregionen blieb aus.

Nun scheint die Substanz den Weg so vieler potenziell krankheitsmodifizierender Wirkstoffe gegen Alzheimer zu gehen: Auf einer Alzheimertagung in Toronto wurden erste Daten einer Phase-III-Studie vorgestellt, und da war von den vermeintlichen Effekten nicht mehr viel zu sehen.
(Auszug aus einem Beitrag der deutschen Ärztezeitung).

Zusatzversicherte spülen Spitäler zusätzliches Geld in die Kasse

Weil privat und halbprivat versicherte Patienten für ­Spitäler lukrativ sind, werden sie öfter operiert – wahrscheinlich auch ­öfter unnötig oder zumindest verfrüht. Eine Auswertung des Bundes gibt diesem Vorwurf neue Nahrung. Werden Zusatzversicherte unnötig oft operiert? Die Antwort kennen am ehesten die unverdächtigen Hausärzte. Sie nehmen ihre Kollegen in Schutz, ­äussern aber auch Zweifel.

Eines ist sicher: Patienten mit einer Zusatzversicherung sind in Spitälern äusserst gern gesehene Gäste. Während die Fallpauschalen, die von der Grundversicherung und den Kantonen bezahlt werden, stark unter Druck stehen, können die Spitäler mit ­Privat- und Halbprivatpatienten richtig schön Geld verdienen.

http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/mit-zusatzversicherten-machen-die-spitaeler-kasse/story/23182906 

Ambulante Behandlungen in der Schweiz: wie sich noch Franken einsparen liessen

Der weltweite Trend hin zur ambulanten Behandlung hat auch die Schweiz erfasst. Verantwortlich für den Wandel sind der medizinische Fortschritt und die Veränderung der Patientenbedürfnisse. Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt die Schweiz jedoch hinterher, und ein erhebliches Einsparpotenzial bleibt ungenutzt. PwC Schweiz hat eine Studie erstellt, die aufzeigt, wie sich die Kostensteigerung im Gesundheitswesen durch eine Erhöhung des ambulanten Behandlungsanteils dämpfen lässt.

Ambulante Behandlungen in der Schweiz

Spitalkosten fallen trotz Fallpauschalen noch nicht

Ein wichtiges Ziel ist die Eindämmung der Gesundheitskosten. Eine Sisyphusarbeit, die bisher kaum positive Resultate geliefert hat. Ein Beispiel sind die Spitalkosten, die trotz Fallpauschalen noch nicht reduziert wurden. Das sei ein nationales System, weil das «Tarmed»-Vergütungssystem falsche Anreize setze und veraltet sei. Konkret gehe es darum, dass heute zwar viel mehr Behandlungen ambulant gemacht werden könnten. Aber das werden sie nicht, weil die Versicherer keinen Anreiz dazu haben: Bei stationärer Behandlung zahlt der Kanton 56 Prozent, die Kasse nur 44 Prozent. Und der Patient wisse das nicht einmal. «Das muss geändert werden.» (ein Beitrag aus der Basler Zeitung)

Spitalkosten fallen trotz Fallpauschalen noch nicht

10 unnötige Behandlungen in der Schweiz

Die Fachgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin hat bereits zum zweiten Mal eine Liste unnötiger medizinischer Behandlungen präsentiert. Die Ärzte gehen davon aus, dass die genannten Behandlungen für Patienten keine Vorteile bergen, im Gegenteil sogar Nachteile mit sich bringen können. …. Den vollständigen Artikel aus dem fokus.de finden Sie nachstehend.

10 unnötige Behandlungen Schweiz

Anerkennung Diplome Schweiz


Anerkennung Diplome Schweiz

Anerkennung der Ausbildungs- beziehungsweise Studienabschlüsse für EU-Staatsbürger: Hierfür ist aufgrund der bilateralen Abkommen zwischen den EU Staaten und der Schweiz die Registrierung relativ unkompliziert geregelt. Grundsätzlich werden Ausbildungen mit gleichem Ausbildungsinhalt auch entsprechend anerkannt.

Bei Veränderungswunsch in die Deutschschweiz muss zudem betreffend der Anerkennung formell eine mindestens B2-Deutschstufe oder eine Bestätigung einer mindestens einjährigen Berufstätigkeit in einem deutschsprachigen Land vorliegen. Im Alltag zeigt sich, dass dies gerade im ärztlichen Bereich manchmal nicht ausreichend ist – oftmals setzen die Arbeitgeber hier sogar eine mindestens C1-Stufe voraus.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten Mebeko Anerkennung ärztlicher Diplome sowie  SRK Anerkennung, Diplome nicht universitärer Gesundheitsberufe.

Details für Ärzte und Pflegefachpersonen bezüglich der Diplomregistrierung finden Sie unter:
https://facharztjob.ch/mebeko-anerkennung-diplome-schweiz-mebeko/
https://facharztjob.ch/srk-anerkennung-registrierung-pflege-diplome

Informationen schweizerisches Gesundheitssystem – 21.07.2016


Informationen schweizerisches Gesundheitssystem – 21.07.2016

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen aus dem schweizerischen Gesundheitssystem. Zusammengetragen am 21. Juli  2016.

Schweizer wollen gute Spitäler belohnen – Hohe Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen

Die Schweizerinnen und Schweizer sind nach wie vor zufrieden mit dem Gesundheitswesen. Als wichtig wird die Kenntnis über die Qualität von Spitälern und Kliniken erachtet, wie aus dem gfs-Gesundheitsmonitor 2016 hervorgeht.

81 Prozent der Befragten haben einen sehr oder einen eher positiven Eindruck vom Schweizer Gesundheitswesen. Der Spitzenwert von 82 Prozent der Umfrage vom Vorjahr wird damit nur knapp verpasst. Ebenfalls konstant positiv wird die Qualität des Gesundheitswesens bewertet. Aktuell finden 75 Prozent, diese sei sehr gut oder gut.
82 Prozent der Befragten möchten die Qualitätsdaten kennen, bevor sie sich für die Behandlung in einem Spital oder einer Klinik entscheiden. 75 Prozent meinen, öffentlich zugängliche Qualitätsdaten würden die Qualität der Behandlung in den Spitälern erhöhen. Zudem ist erstmals eine Mehrheit von 62 Prozent der Meinung, die öffentliche Hand solle qualitativ gute Spitäler finanziell belohnen beziehungsweise die schlechten bestrafen. Gegenüber dem Vorjahresumfrage stieg dieser Wert um 21 Prozentpunkte.
http://www.blick.ch/news/politik/schweizer-wollen-gute-spitaeler-belohnen-hohe-zufriedenheit-mit-dem-gesundheitswesen-id5183736.html

Inanspruchnahme stationärer Spitalversorgung – Neuere Entwicklung und zukünftiger Bedarf

Unter Verwendung medizinischer und demografischer Daten des BFS legt das Obsan den Fokus auf die jüngere Entwicklung sowie die Zukunft der Inanspruchnahme der stationären Spitalversorgung. Dazu wird das Obsan-Prognosemodell eingesetzt. Nach einem kurzen Überblick konzentriert sich das Bulletin auf die somatische Akutversorgung, die den Hauptteil der Spitalaktivitäten ausmacht. Der zukünftige Versorgungsbedarf wird auf nationalem und kantonalem Niveau und unter Einbezug der Patientenflüsse berechnet. Die demografische Situation spielt die Hauptrolle, der Bedarf wird bis 2030 besonders für Leistungen zunehmen, bei denen das Alter eine Rolle spielt. Die Resultate sind im Rahmen der kantonalen Spitalplanungen, aber auch als Basis für die Berechnung des zukünftigen Personalbedarfs von Nutzen.

Ausgaben der sozialen Sicherheit betrugen 24,5 Prozent des BIP

Im Jahr 2014 beliefen sich die Ausgaben für Sozialleistungen aus dem System der sozialen Sicherheit der Schweiz auf 157 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Anteil von 24,5 Prozent am Bruttoinlandprodukt (BIP). Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben teuerungsbereinigt um 2,1 Prozent gestiegen. Der Anstieg lag damit unter der seit 1990 durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,3 Prozent. Seit 1990 haben sich die realen Ausgaben mehr als verdoppelt.
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/13/00/new/nip_detail.html?gnpID=2016-469

Tarmed Revision Ärztetarif Schweiz – gescheitert


Mit der Tarmed Revision steht nach zwölf Jahren eine Überarbeitung des Abgeltungs- und Tarifsystems für die frei praktizierenden Ärzte bevor. Etwa ein Drittel der rund 71 Milliarden Franken wären davon betroffen. Nun haben die Mitglieder der schweizerischen Ärztegesellschaft in einer Urabstimmung die vorgeschlagene Revision abgelehnt.

Tarmed Revision – Gezerre um Schweizer Arzttarif und Taxpunktewert

Nach 12 Jahren Tarmed wäre eine Überarbeitung hinfällig. Dies nachdem die Daten für diese Tarifstruktur teilweise aus den 90iger Jahren stammt. Viele Leistungen sind veraltet, beziehungsweise entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard (z. B. Röntgen früher mit Bild, ist heute technisch und zeitlich einfacher mit digitalem Röntgen, und damit auch günstiger, andere Leistungen sind aber untervergütet und nicht mehr angepasst, Einfluss der Teuerung sind weitere Punkte, ..).

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Tarifpartner schon von Beginn weg nicht gemeinsam finden konnten. Bereits im Jahr 2012 nahm der schweizerische Ärzteverband, die Unfallversicherung und der Spitalverband H+ die Projektarbeit auf. Der Krankenkassenverband Santésuisse jedoch stieg unterwegs plötzlich aus dieser Zusammenarbeit aus. Im Gegensatz zum Konkurrenzverband Curafutura. Die Zeit drängt, denn bis im Juni sollte die neue Tarifstruktur mit dem Projektname Tarvision stehen und überarbeitet sein. Doch schon kurz vor der Abstimmung geriet die Reform von mehreren Seiten unter Druck. Und im Juni 2016 haben die Mitglieder des schweizerischen Ärzteverbands die so ausgearbeitete Tarifrevision definitiv abgelehnt.

Der Ball liegt nun bei den MedizinerInnen. Werden diese innert einer gesetzten Nachfrist nicht einig, geht das Geschäft an den Bundesrat zurück und das Departement von Berset darf weitere Lösungen suchen.

Einige weitere Hinweise und Artikel zur abgelehnten Tarmed Revision haben wir gerne aus den Medien zusammengestellt:

https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20153182
http://www.nzz.ch/schweiz/tarmed-krankenkassen-erbost-wegen-milliardenforderung-der-aerzte-ld.17114

 

Gehalt Arzt, was verdient man in der Schweiz – Facharzt, Oberarzt


Gehalt Arzt, was verdient man in der Schweiz

Was man als „Gehalt Arzt“ in der Schweiz erzielen kann, ist uneinheitlich geregelt. Es gibt Unterschiede zwischen den Kantonen. Innerhalb der Kantone kann es vorkommen, dass zum Beispiel für verschiedene Häuser wiederum verschiedene Lohnempfehlungen gelten. Die Besoldungstabellen können sich unterscheiden, es gibt aber auch Kliniken die mit flexiblen Lohnkomponenten arbeiten.

Eine erste Übersicht – Kliniken

Fangen wir bei der Schweiz als Ganzes an. Hier auf Bundesebene gibt es keine einheitlich anwendbare Empfehlung für ärztliche Löhne. Aufgrund des politischen Systems sind die Kantone für die Spitalplanung und -führung zuständig. In manchen Kantonen finden sich somit Empfehlungen zum Thema Gehalt Arzt. Warum nur in manchen? Die kleineren Kantone führen z.B. nur ein Spital. Hier existiert dann keine Lohnempfehlung. Man richtet sich nach einem Nachbarkanton oder nach internen Besoldungsrichtlinien. In grösseren Kantonen sind teilweise Empfehlungen vorhanden, diesen unterstehen jedoch wiederum meistens nur die Kliniken die der öffentlichen Hand unterstehen. Und sogar hier können noch städtische und die kantonale Besoldungen unterschiedlich in einem Besoldungssystem autonom festgelegt werden. Daher sind die Besoldungen unterschiedlich hoch.
Die privatrechtlichen Spitäler lehnen sich manchmal an den Besoldungssystemen an. Teils positionieren sie sich in jüngster Zeit neu oft mit innovativeren Modellen wie Fixum und Beteiligung. Solche Lohnmodelle finden sich teils bereits ab Oberarztstufe.

Basis für die Berechnung „Gehalt Arzt“ bildet meistens das Datum des Erhalt Ihres Weiterbildungstitels (Facharzterwerbs) und die folgenden Jahre an Berufserfahrung als Oberarzt. Zusätzlich können weitere Zusatzqualifikationen im Rahmen eines weiteren Facharzttitels oder Zusatzbezeichnungen einen Einfluss haben. Es gibt hierzu ergänzend oft noch eine Richtpositionsumschreibung, die die ärztlichen Funktionen und ihre Zuordnung im Rahmen einer Anstellung festlegt. Hierbei handelt es sich um ein internes Dokument im Rahmen einer Wegleitung, Hilfestellung für die faire Einstufung auch im Vergleich mit anderen Kollegen.

Das Ganze ist etwas kompliziert und unübersichtlich!

Eine zweite Übersicht – Praxen

Da Praxen von Einzelpersonen, Gruppen oder Unternehmen geführt werden, unterliegen die Anstellungsbedingungen sehr dem freien Markt. Das „Gehalt Arzt“ kann bei solchen Anstellungen sehr variieren. Es bestehen verschiedene Lohnmodelle. Die einen bezahlen Fixgehälter, andere führen reine Umsatzmodelle und andere wiederum gemischte Modelle. Je spezialisierter eine Praxis ist und je spezialisierter und damit passender für diese Struktur ist, kann das Gehalt positiv abweichen. Eine Vergleichsbasis bieten einige Beispiele wie unten zu finden.

Von den Bruttogehältern werden die Arbeitnehmerabgaben an die Sozialversicherungen und je nach Status der Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung die Quellensteuer abgezogen.
Unter www.bruttonetto.ch finden Sie hierzu auch eine einfache Berechnungshilfe.

Beispiele – Gehalt Arzt

Wir möchten hier einige Beispiele zum Thema „Gehalt Arzt“ als Veranschaulichung auflisten. Es sind Beispiele gelistet, die einem Durchschnitt entsprechen. Aus den obigen Ausführungen kann man entnehmen, dass Abweichungen durchwegs möglich sind. Verzichtet wird auf Beispiele, die nach oben vom Durchschnitt stark abweichen. Es ist jedoch so, dass es auch immer wieder „Perlen“ zu finden gibt.

Ergänzend sei angemerkt, dass Studien zwischenzeitlich belegen, dass im Rahmen der Arbeitnehmerzufriedenheit das Gehalt mit „nur“ einer Wichtigkeit von 30 – 35 % gewichtet wird. Andere Faktoren (Team, Arbeitsplatz, Vorgesetzte, Infrastruktur, ….) sind weitere wichtige Entscheidungskriterien.

                                                            Alter         CHF (ohne Dienste)
Allgemeinmedizin, Praxis          40ig jährig         150’020
Allgemeinmedizin, Praxis          51ig                   132’000
Allgemeinmedizin, Praxis          45ig                  142’000 + 18’000 (18’000 Bonus)
Anästhesie                               38ig                  163’000
Anästhesie, Praxis                    39ig                  150’000
Anästhesie, mbF                      52ig                  192’000
Arbeitsmedizin                        56ig                  175’000
Arbeitsmedizin, Versicherung   53ig                   172’000
Augenheilkunde                      38ig                  158’000
Augenheilkunde, ltd.                44ig                  210’000
Chirurgie                                 54ig                  160’000
Chirurgie, Stv.                          46ig                  190’000 + 45’000
Chirurgie, Versicherung            60ig                  183’000
Dermatologie, Praxis                51ig                   150’020 + 20’000
Dermatologie, Praxis                54ig                  175’000
Gynäkologie, Spital                  34ig                  141’000
Gynäkologie, Spital                  50ig                  153’000
Gynäkologie, Praxis                  47ig                  165’000
Innere Medizin, Klinik               43ig                  159’000
Innere Medizin, Klinik               44ig                  178’000 + 35’000
Innere Medizin, Praxis              52ig                  143’000 + 20’000
Innere Medizin, Praxis              59ig                  154’000
Innere Medizin, Versicherung   51ig                   155’000
Kinderheilkunde, Klinik             35ig                  146’000
Kinderheilkunde, Klinik             49ig                  163’000
Kinderheilkunde, Praxis            47ig                  156’000
Kinderheilkunde, Praxis            39ig                  147’000
Neurologie, Klinik                    48ig                  159’000
Neurologie, Reha                    52ig                  184’000
Psychiatrie, Klinik                     54ig                   158’000
Psychiatrie, Klinik                     55ig                   144’568
Psychiatrie, Praxis                    54ig                   156’000
Psychiatrie, Versicherung         50ig  / 56ig       162’000 / 167′
Radiologie, Klinik                     31ig                   142’000
Radiologie, ltd. Klinik               43ig                   190’000 + 45’000
Radiologie, Praxis                    43ig                   187’000

Gehalt Arzt, was kann man als Arzt in der Schweiz verdienen

Suchen Sie einen neuen Job als Arzt, Facharzt, Oberarzt oder leitenden Arzt in der Schweiz? Unsere aktuellen Jobangebote finden Sie hier: https://facharztjob.ch/jobangebote-stellen-aerzte-pflegefachpersonen-schweiz/

als Apotheker / Apothekerin in der Schweiz arbeiten


Was brauche ich für eine Tätigkeit als Apotheker in der Schweiz? Sie haben bisher nicht in der Schweiz gearbeitet und möchten dies jetzt in Angriff nehmen – haben sicher auch Fragen bezüglich den Voraussetzungen. Dann sind Sie bei uns richtig, wir geben Ihnen gerne ein paar informative Ansätze mit auf den Weg.

Apotheker / Apothekerin, arbeiten in der Schweiz

Sie möchten in einer Apotheke in der Schweiz arbeiten und fragen sich nun was Sie dafür alles benötigen?
Hierzu benötigen Sie die Registrierung Ihres Diploms vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), der MEBEKO. Das Verfahren für die Anerkennung können Sie dem Link des BAG entnehmen:
http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/00406/index.html?lang=de 
Hier finden Sie rechts oberhalb ein Link zum .pdf betreffend der Wegleitung zur Anerkennung Ihres Diploms (Studium als Apotheker, Apothekerin). Diese Registrierung ist einmalig zu veranlassen und verfällt nicht.

Zusätzlich wird von dem jeweiligen Kanton (insgesamt 26) eine Berufsausübungsbewilligung benötigt.  Dies kann je nach Kanton etwas anders gehandhabt werden. Für die Bewilligung in dem Kanton, in dem Sie arbeiten werden, benötigen Sie eine entsprechende Berufsbewilligung, beziehungsweise eine Berufsausübungsbewilligung. Dies können Sie oft via Ihrem zukünftigen Arbeitgeber einleiten. Dazu werden unter anderem zum Beispiel folgende Unterlagen benötigt:

  • Das eidgenössische Apothekerdiplom (respektive eine Kopie davon) oder das ausländische Diplom plus die Anerkennungsbestätigung durch das BAG, die Mebeko gemäss Schritt oben
  • Einen Auszug aus dem Strafregister (Führungszeugnis) von Ihrem letzten Wohnort. Dieses Original sollte nicht älter als maximal 6 Monate sein.

Des Weiteren wird oft noch verlangt:

  • Einen Schuld- und Betreibungsauszug, in Deutschland ist das die Schufa-Auskunft
  • Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung (Verfügbar über Ihren Arbeitgeber)
  • Wohnsitzbescheinigung der Wohnortsgemeinde oder eventuell eine Kopie der Aufenthaltsbewilligung
  • Berufsausübungsbewilligungen anderer Kantone, wenn Sie schon über solche verfügen
  • manchmal noch eine ärztliche Bescheinigung der physischen und psychischen Eignung der Berufsausübung

Sie möchten gerne noch mehr Verantwortung übernehemen und eventuell sogar die Leitung einer Apotheke in der Schweiz übernehmen? Beziehungsweise Sie interessieren sich für die Verwaltung einer öffentlichen Apotheke in der Schweiz? Hier kann es sein, dass je nach Kanton noch individuell weitere Unterlagen eingefordert werden. Eine der wichtigsten Voraussetzung jedoch ist, dass Sie bereits über mindestens zwei Jahre Vorerfahrung in einer schweizerischen Apotheke verfügen. Diese zwei Jahre sind in allen Kantonen ein Muss-Kriterium. Bedeutet, dass Sie ohne bisherige Erfahrung in der Schweiz – z. B. direkt nach dem Studium oder aber bei einem Zuzug aus dem Ausland keine Apotheken Verwalter Anstellung eingehen können.

Generell zum Thema: Arbeiten in der Schweiz

Die meisten EU-Bürgerinnen und Bürger benötigen für die Schweiz keine vorgängige Arbeitserlaubnis. Diese kann auch noch direkt nach dem Zuzug, beziehungsweise in paar wenige Tage nach Stellenantritt bei der Wohnsitzgemeinde beantragt werden. Einschränkungen gelten zur Zeit (2.2016) lediglich noch für bulgarische, kroatische und rumänische Staatsangehörige. Diese Nationalitäten wird empfohlen, eine Sonderbewilligung vorgängig zu beantragen. Hier herrscht noch kein vollständiger Personenfreizügigkeitsverkehr.

Sollten noch Fragen offen sein, fragen Sie nicht den Arzt oder Apotheker, sondern ausnahmsweise uns….

Apotheker in der Schweiz, Job, Stelle

Bewerben als Arzt in der Schweiz


Bewerben als Arzt – funktioniert eigentlich nicht anders als in jedem anderen Berufsfeld! Sie bewerben sich individuell mit den richtigen Unterlagen gezielt auf eine bestimmte Stelle mit einer entsprechenden Funktion .

Bewerben als Arzt in der Schweiz – gezielt, individuell und komplett

Das Anschreiben

Oftmals wird dem Anschreiben eine zu geringe Bedeutung beigemessen – doch gerade dieses kann den Ersteindruck positiv unterstützen. Denken Sie an gezielte Werbung, je ansprechender oder andersartig diese auftaucht, desto mehr wird ihr Beachtung geschenkt, sie wird zum Eyecatcher. Kennen Sie das?

Mit dem Anschreiben präsentieren Sie sich, Ihre Persönlichkeit. Mit dem Anschreiben können Sie Ihre persönlichen Fähigkeiten hervorheben, die aus den anderen Unterlagen nicht hervorgehen, wie beispielsweise Neuorientierungen. Des Öfteren werden ähnliche Anschreiben erstellt, die sich nicht wesentlich von anderen abheben. Aber genau das ist entscheidend. Vielleicht verfügen gerade Sie über Erfahrungen und zusätzliche Qualifikationen die andere nicht aufweisen können, oder aber die aus den anderen Unterlagen nicht ersichtlich sind. Ihre Persönlichkeit und Ihre individuelle Erfahrung ist einzigartig und unterscheidet Sie von anderen!
Denken Sie also nicht, Ihre Unterlagen sprechen schon für sich und erachten das Anschreiben als ein kurzes notwendiges Übel. Bereits ein sorgfältiges Anschreiben kann mehr über Sie aussagen, als sämtliche anderen Unterlagen oder die anderen Unterlagen in das richtige Licht rücken.
Vergessen Sie auch nicht die Motivation Ihrer Bewerbung auf eine neue Position. Diese kann fachlich oder persönlich sein. Verbinden Sie einen Ortswechsel mit einem neuen Job, dann erwähnen Sie auch hier Ihre Motivation hierzu.

Lebenslauf

Für die einfachste und strukturierte Übersicht eignet sich ein tabellarischer Lebenslauf, am besten gemäss Ihrem Werdegang (von Geburt bis heute). Und ach, die Zeiten von handschriftlichen oder Hermes-Maschinen geschriebenen Lebensläufen sind definitiv vorbei. Auch ist ein unterschriebener Lebenslauf (zumindest in der Schweiz) nicht üblich. Tabellarisch und Werdegang bezogener Lebenslauf erlauben die einfachste Verfolgung Ihrer bisherigen Stationen.

Es gibt dabei nicht DEN Standardlebenslauf – auch hier kann Individualität ein Plus sein. In der grafischen Gestaltung können Sie sich frei bewegen. Die Vorlage des Eures-Lebenslaufes https://europass.cedefop.europa.eu/de/documents/curriculum-vitae/templates-instructions
kann für Sie eine Hilfe sein in Bezug auf den Aufbau. Jedoch berücksichtigen Sie, Konservenvorlagen zeugen nicht unbedingt von eigener Kreativität und Persönlichkeit.
Ein chronologischer Aufbau wird meist bevorzugt. Dabei werden alle wichtigen Stationen im Hauptteil Ihres Lebenslaufs in ihrer zeitlichen Reihenfolge aufgelistet. Die Daten sollten taggenau oder auf den Monat genau aufgezeichnet werden und vor allem mit den Arbeitszeugnissen übereinstimmen. Verfügen Sie bereits über längere Berufserfahrung oder haben zuerst einen anderen Beruf ausgeübt, dann können die Daten auch umgekehrt chronologisch aufgeführt werden.

Muster eines Lebenslaufs
Persönliche Daten:
Name
Vorname
Geburtsdatum und-ort (Ausländische Bürger sollten unter dem Geburtsdatum die Nationalität und Aufenthalts- sowie Arbeitsbewilligung anführen. Bei Schweizer Bürgern geht die Nationalität aus dem Geburtsort hervor)
Adresse
Telefonnummer
E-Mail
Schul- und Berufsausbildung / Studium:
chronologische Auflistung der Daten (Neuestes zuerst)
Berufliche Laufbahn:
chronologische Auflistung der Tätigkeiten
  • Name und Sitz der Firma
  • Stellenbezeichnung sowie Aufgaben und Funktionen.
  • Beginnen Sie jeweils mit den Aufgaben, die ein hohes Mass an Verantwortung und Selbstständigkeit signalisieren undfür die Stelle am relevantesten sind.
  • Pensum, wenn nicht 100%
berufliche Weiterbildung:
Evt. außerberufliche Weiterbildung:

Besondere Kenntnisse:
sollten Sie in Ihrem Lebenslauf auch erwähnen, z. B.

Sprachkenntnisse:
Nennen Sie die Niveaus der CEFR-Skala

Hobbys / Interessen:
Im Idealfall bringen Hobbies vorteilhafte Charakterzüge zum Ausdruck, die im Zusammenhang mit der Stelle stehen.

Referenzen:
Konkret genannte Referenzen sollten im Lebenslauf nicht aufgeführt werden, aber Sie sollten erwähnen, dass Sie über Referenzen verfügen.

Nicht mehr notwendig sind Angaben zu den Eltern und deren Beruf oder den Geschwistern. Die Religionszugehörigkeit ist nicht relevant (erst bei einer Anstellung bezüglich der korrekten Steuereinstufung in der Schweiz wird diese benötigt).

Diplome, Weiterbildungen, Titel

Die Beilage der wichtigsten Diplome (Approbation, Promotion, Facharzt, Zusatzbezeichnungen etc.) sollten Sie auf jeden Fall mit anhängen. Weglassen kann man Bestätigungen von kurzen Weiterbildungen oder Tagungsbestätigungen.

Arbeitszeugnisse

Hier scheiden sich die Geister etwas. Ob jetzt nur die letzten drei Stationen beigelegt werden sollen oder ob die Arbeitszeugnisse eben den Werdegang im Lebenslauf untermauern sollten. Wir empfehlen aus Erfahrung, dass zweiteres gewünschter ist. Damit also die Arbeitszeugnisse gemäss den beruflichen Stationen beilegen und denken Sie daran, wenn Sie dies auch noch geordnet gemäss Auflistung im Lebenslauf vornehmen, hinterlassen Sie noch einen seriöseren Eindruck!

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Vielleicht gelingt es uns zu einem späteren Zeitpunkt auch noch einen Beitrag über Bewerbungsfehler zu erstellen….
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Bewerben als Arzt - so lief es früher.

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