Gehalt Arzt was verdient man in Deutschland – Facharzt, Oberarzt


Gehalt Arzt, was verdient man in Deutschland

Ein Übersicht zum Gehalt in Deutschland hat das „stern-Magazin“ für den deutschen Markt aufgestellt – daraus ist auch ein Vergleich zur Schweiz am Ende dieses Beitrages zu finden.

Was verdient ein Arzt in Deutschland – ein Vergleich zur Schweiz

Sie gelten als die Götter in weiß: Ärzte in Kliniken kümmern sich nicht nur um den Beinbruch, sondern führen komplizierte Operationen durch oder erforschen seltene Krankheiten. Dass Ärzte für ihre Tätigkeit nicht mit dem Mindestlohn abgespeist werden, ist klar. Doch verdienen die Mediziner in Kliniken wirklich so ein fürstliches Gehalt, wie gerne angenommen wird?

Für Ärzte, die in Krankenhäusern arbeiten, gibt es mehrere Tarifverträge. Zum einen den Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA) und den Tarifvertrag für Unikliniken (TV Ärzte TdL). Darüber hinaus gibt es noch Tarifverträge von privaten Klinikketten.

Was verdienen Assistenzärzte

Wer als Assistenzarzt in einem kommunalen Krankenhaus anfängt, bekommt rund 4189 Euro, in einer Uniklinik sind es 4407 Euro. Als Facharzt gibt es zum Einstieg rund 5800 Euro, bei einem Universitätsklinikum mit 5818 Euro nur geringfügig mehr. Assistenzärzte bekommen bei kommunalen Kliniken eine jährliche Gehaltserhöhung. Fachärzte bekommen nach drei Jahren mehr Gehalt.

Ein Oberarzt bekommt als Grundentgelt in der Stufe 1 rund 7277 Euro bei kommunalen Trägern, bei Uni-Kliniken sind 7286 Euro. Zusätzlich bekommen Klinikärzte noch Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienste.

Ärzte bei privaten Klinikketten

Bei Deutschlands größtem privatem Klinikbetreiber Helios gibt es einen eigenen Tarifvertrag. Dort bekommen Assistenzärzte rund 4514 Euro pro Monat. Nach einem Jahr steigt das Gehalt auf 4629 Euro. Fachärzte bekommen im ersten Jahr monatlich rund 5822 Euro, Oberärzte 7430 Euro. Helios sieht jährliche Gehaltssteigerungen vor.

Allerdings ist es nach wie vor sehr schwierig, Arzt zu werden, denn um die Studienplätze kämpfen mehr als vier Mal so viele Bewerber. Das Medizinstudium dauert (mindestens) sechs Jahre inklusive praktischem Jahr. Damit ist man aber noch kein Arzt, erst mit dem erfolgreichen Abschluss des Staatsexamens kann man Assistenzarzt werden. Die Ausbildung zum Facharzt dauert im Anschluss rund fünf Jahre.

Diesen vollständigen Beitrag finden Sie auch bei stern.de unter (http://www.stern.de/wirtschaft/job/arzt–was-verdienen-mediziner-in-kliniken-und-krankenhaeusern–7562586.html)

Ein Vergleich: Was verdienen Ärzte in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland

Sie finden Vergleichszahlen dazu unter Vergleichsgehälter in der Schweiz

Arbeitsbedingungen für Pflegefachpersonal, Hebammen und MTRA in Schweizer Spitälern


Haben Sie eine Ausbildung als Pflegefachfrau / Pflegefachmann, Hebamme oder MTRA absolviert? Dann profitieren Sie von den attraktiven Arbeitsbedingungen bei Schweizer Kliniken.

Arbeitsbedingungen die von Interesse sein können, beinhalten zum Beispiel:

  • Strukturierte Personalentwicklung mit Führungs-, Bildungs- und Fachkarriere
  • Familie und Beruf: Flexible Arbeitszeitmodelle und Kindertagesstätten
  • Mitarbeiterwohnungen
  • 22 bis 25 Ferientage und ab dem 60. Altersjahr 30 Ferientage pro Jahr
  • Monatslohn und Dienstaltergeschenke
  • Verhältnismässig tiefe Steuerbelastung
    https://www.ch.ch/de/steuern-zahlen/
  • Vergünstigungen (Verpflegung, Einkäufe, Anlässe, Fitness, Günstige Prämien bei der Krankenkasse etc.)

Faires Gehalt und sehr gute Sozialleistungen (die Leistungen und der Prämienanteil des Arbeitgebers können sogar über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen!).

Seit der Einführung der Fallpauschalen (DRG) im Jahr 2012 gerät zunehmend auch die  Pflege in den schweizerischen Spitäler unter vermehrten Druck. Ein Zusammenhang lässt sich auch darin finden, dass der Pflegebedarf in der Fallpauschale, dem DRG, noch ungenügend abgebildet wird. In erster Linie entscheiden medizinische Diagnosen darüber entscheiden, wie hoch die Vergütung für ein Spital für eine Behandlung von der Krankenkassen vergütet erhält. Das steht teils im Widerspruch zu der Tatsache, dass Menschen stationär in einem Spital behandelt werden, weil sie Pflege benötigen. Die Pflege jeweils individuell ist und nicht über eine medizinische Diagnose abgebildet werden kann (quasi eine Fallvergütung, aber jeder „Fall“ ist ein Individuum).

Anzumerken ist, dass man oft noch erstaunt ist, wenn man hört, dass in einigen europäischen Ländern Wochenarbeitszeiten von unter 40 Stunden Standard sind. In schweizerischen Kliniken sind dies meistens 42 Stunden in der Woche, bei vier / fünf Wochen Ferien im Jahr. Innovativere Arbeitszeitmodelle zielen neu auch auf 40 Stunden pro Woche hin und / oder es werden zusätzlich Ferientage gewährt. Die Höchstarbeitszeit pro Woche sowie die Ruhepausen ist im Arbeitsgesetz (ARG) geregelt. Es definiert die maximale Anzahl Dienste, Pikett und so weiter. Kliniken und öffentliche Spitäler fahren meistens ein 3-Schicht-Modelle. Dadurch fallen Pikettdienste weitgehend weg. Kleinere Spitäler arbeiten allerdings nach wie vor mit Dienstmodellen. Interventionszeiten und Dienstentschädigungen sind sehr unterschiedlich und von Klinik zu Klinik in deren eigenen Personalreglemente definiert.

Erwähnenswert dürfte noch die Anmerkung sein, dass aufgrund vieler Rückmeldungen die sehr kollegiale Zusammenarbeit zwischen Pflegefachpersonal und Ärzten als anders oder eben kollegialer erlebt wird.