Informationen schweizerisches Gesundheitssystem Dezember 2017


Informationen schweizerisches Gesundheitssystem – 12.2017

Hier gerne eine Sammlung an News und Informationen aus dem schweizerischen Gesundheitssystem,  zusammengetragen im Dezember 2017

Spitalschliessungen im Kanton Zürich ?

Über 1,4 Milliarden Franken: So viel gibt der Kanton Zürich heute für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aus. Und wenn die Prognosen stimmen, so wird dieser Betrag bis 2021 um weitere 200 Millionen wachsen. Die Kosten zu senken, werde kaum möglich sein, sagte Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger am Donnerstag an einer Medienkonferenz. Gleichwohl müsse man aber nach Möglichkeiten suchen, um den Anstieg wenigstens einzudämmen, «die Belastung der Bevölkerung ist hoch». Der Kanton sei in den vergangenen Jahren freilich nicht untätig geblieben. Um aber auch noch Impulse von aussen zu erhalten, hat die Gesundheitsdirektion eine Studie in Auftrag gegeben, die Sparpotenzial aufzeigen und konkrete Massnahmen vorschlagen soll. Die Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) liegt nun vor.

Die Autoren haben einen Katalog von 28 Massnahmen auf ihr Sparpotenzial und ihre Umsetzbarkeit für den Kanton Zürich untersucht. Darunter sind Vorschläge wie die Rationierung von Leistungen, Zulassungsbeschränkungen für Ärzte oder auch Tarifanpassungen. Längst nicht alle erachten die Autoren als tauglich. Fünf Massnahmen empfehlen sie dem Kanton aber zur Umsetzung: 1. Medizinische Behandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich verlagern. 2. Vorschriften lockern zum Beispiel bei Baunormen, Denkmalschutz oder Arbeitsrecht. 3. Die Zahl der Spitäler auf der Spitalliste reduzieren. 4. Globalbudgets für Listenspitäler einführen. 5. Die Prämienverbilligung reduzieren.

Vollständiger Beitrag der NZZ: https://www.nzz.ch/zuerich/studie-empfiehlt-spitalschliessungen-im-kanton-zuerich-ld.1339361

Notfallnummer – kein Anschluss unter dieser Nummer

In den Augen brennt es ihr. Sie tränen. Und mittlerweile glühen auch ihre Ohren. Zum dritten Mal hat Kati Biellmann* eben versucht, den Ärztlichen Notfalldienst des Spitals Emmental telefonisch zu erreichen. Dazu hatte ihr die Zentrale des Spitals Burgdorf geraten. Doch Biellmann wird auch ein viertes Mal an der 0900er-Nummer scheitern.

Nicht weil niemand dran geht, sondern weil ihr eine Stimme ab Band jedes Mal zu Antwort gibt: «Dieser Anschluss ist für die gewünschte Verkehrsbeziehung gesperrt.» Egal, ob sie es mit ihrem Prepaid-Handy, dem Prepaid- sowie dem Geschäftshandy ihres Mannes oder über den Festnetzanschluss via VoIP-Technologie probiert.
Damit nur die Notfälle im Notfall landen

Dabei wären die Ärzte-Hotlines eine gute Sache. Die richtige Adresse, wenn es sich nicht um einen lebensbedrohlichen Notfall handelt (dann unbedingt 144 wählen!) oder sich kein unmittelbarer Termin beim Hausarzt finden lässt.

Ganzer Artikel: https://www.beobachter.ch/konsum/dienstleistungen/spitaler-kein-anschluss-unter-dieser-notfallnummer

 

Ist die Geldmaschine wichtiger als die Patienten
Medizinalberufegesetz MedBG – Änderungen per 1. Januar 2018

Kommentar verfassen